Seit Jahren wartet Böhringen darauf, dass die geplante neue Ortsmitte ins Landessanierungsprogramm aufgenommen wird. Der überraschende Besuch von OB Simon Gröger im Ortschaftsrat, wo er über ein kürzlich stattgefundenes Vorort-Treffen mit Vertretern des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg sprach, weckt nun neue Hoffnungen.

Vertreter waren drei Stunden da

„Dass der Antrag in den letzten Jahren mehrfach abgewiesen wurde, liegt einfach daran, dass keine Komplementärmittel in den mittelfristigen Haushalt eingestellt wurden. Wenn sich das ein paar Mal hintereinander wiederholt, erwirkt man einen Vertrauensverlust“, machte Gröger deutlich und berief sich auf seine Erfahrungen als externer Berater für Sanierungsgebiete in Baden-Württemberg vor seinem Amtsantritt.

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Allein, dass die Ministeriumsvertreter drei Stunden da gewesen seien und ihr riesiger Fragekatalog aus dem Stegreif beantwortet werden konnte, werte er als gutes Zeichen. „Es muss auch gezeigt werden, dass der OB voll dahintersteht und die Stadt die Personalstruktur hat, um dieses große Projekt zu stemmen,“, unterstrich er.

Klausurtagung als nächste Hürde

Das Projekt sei auf einem guten Weg. „Wir haben das Versprechen, dass ein neuer Antrag Ende Oktober ernstgenommen wird, wenn entsprechende Mittel in die Finanzplanung einbezogen werden.“ Wie hoch diese sein werden, wollte Gröger nicht beziffern, er sprach „von einem hohen siebenstelligen Betrag“.

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Die nächste Hürde für das Projekt steht mit der Klausurtagung des Gemeinderates Ende dieser Woche an, wo es um die mittelfristige Finanzplanung und die Priorisierung von Vorhaben geht. Fachlich entspreche die neue Ortsmitte Böhringen „der Zielrichtung Stadterneuerung, die in der Priorität hochgeschoben wurde“.

Da die Klausurtagung als nichtöffentliche Gemeinderatssitzung angelegt sei, in der Beschlüsse gefasst werden, könne der neue Förderantrag an das Regierungspräsidium bei entsprechender Priorisierung rechtzeitig im Oktober gestellt werden.