Wegen der Corona-Vorschriften durfte am Sonntag nur eine begrenzte Anzahl an Gläubigen in die Pfarrkirche St. Georg zum Sonntagsgottesdienst mit Paul Wehrle. Der emeritierte Weihbischof feierte an diesem Tag seinen 80. Geburtstag, verstand es aber, seine eigene Person nicht in den Vordergrund der Eucharistiefeier zu stellen.

In seiner Predigt erzählte er von den schwierigen Lebensbedingungen der früheren Zeit – Wehrle wurde 1940 in Singen geboren.

Spiritualität und Fürsorge beeindrucken

Der bischöfliche Wahlspruch von Paul Wehrle lautet „in der Kraft des Geistes“ und ist in seinen Predigten stets spürbar, seine lebensfrohe Art, seine Spiritualität und seine Fürsorge für Mitmenschen beeindrucken die Gläubigen.

Christof Stadler, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Seelsorgeeinheit St. Radolt, würdigte diese einzigartigen Fähigkeiten von Paul Wehrle mit ganz persönlichen Worten. „Wir dürfen dankbar sein, einen solchen Menschen wie Paul Wehrle als emeritierten Weihbischof in unserer Gemeinde zu haben.“ Stadler überreichte ein Buchgeschenk und eine Einladung zu einem Konzert im Radolfzeller Münster.

Eine Bank als „Bischofssitz“ im Grünen

Klaus Bader vom Team der Pfarrgemeinde überraschte Paul Wehrle mit einer Bank, die im Pfarrgarten seines Wohnsitzes im Pfarrhaus gezimmert wurde und ein echter „Bischofssitz“ im Grünen sein soll.

Nach dem Gottesdienst wurde der Jubilar hinter dem Rathaus von einer Gruppe des Musikvereins Liggeringen begrüßt. Wegen des Dauerregens haben sich die Musiker unter das Vordach der Scheune von Klaus Bader zurückgezogen.

Mit humorigen Worten gratulierte Ortsvorsteher Hermann Leiz im Namen des Ortschaftsrates und des Oberbürgermeisters zum 80. Geburtstag. Er gab zu, dass ihm die Geschenkübergabe zu Corona-Zeiten Sorgen gemacht hätte. Der Ortsvorsteher kam auf die Idee, die symbolhaften Geschenke „Wasser, Wein und Brot“ mit einer von einer örtlichen Zimmerei hergestellten Brotschaufel an Paul Wehrle zu überreichen.

Das Wasser kam mit dem Regen von oben, der Wein und ein Buch wurden mittels Brotschieber einzeln überreicht, mit dem nötigen Abstand.