Mit einem fulminanten Auftakt hat jetzt das Milchwerk Musikfestival begonnen. Die österreichische Formation Seiler und Speer haben mit ihrem einzigen Konzert in Baden-Württemberg seit drei Jahren eine Duftmarke bei der Veranstaltungsreihe gesetzt.

Haben zum Auftakt des Milchwerk Musikfestivals eine Duftmarke gesetzt: Die österreichische Formation Seiler und Speer.
Haben zum Auftakt des Milchwerk Musikfestivals eine Duftmarke gesetzt: Die österreichische Formation Seiler und Speer. | Bild: Jarausch, Gerald

Im Gepäck hatten sie ihr drittes und aktuellstes Album „Für immer“. Grund genug für die Freunde des österreichischen Zungenschlages den Weg nach Radolfzell anzutreten. Das taten rund 840 zahlende Gäste.

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Den Boden im Milchwerk bereitete die bajuwarische Formation „Da Rocka & da Waitler“, die musikalisch nicht allzu weit von dem Hauptact des Abends entfernt waren. Dementsprechend freundlich wurden die Band aus dem Nachbar-Bundesland behandelt.

Duo hat viele Musiker zur Unterstützung dabei

Gleichwohl standen sie Seiler und Speer dann doch in einigen Dingen nach. Denn das Duo aus dem Kabarettisten Christopher Seiler und Filmproduzent Bernhard Speer, die sich im Jahr 2014 für ein spaßorientiertes Projekt zusammenfanden, hat mit zunehmendem Erfolg (für ihr Debütalbum „Ham kummst“ erhielten sie die Goldene Schallplatte und 5-fach Platin) eine Reihe guter Musiker um sich geschart.

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Mit gleich zwei Schlagwerkern sorgten die insgesamt neun Musiker umfassende Formation für eine große Bandbreite der musikalischen Möglichkeiten. Die Musiker verstanden es auch in Radolfzell routiniert die Klaviatur der Publikumsunterhaltung zu bedienen. Eine große Herausforderung wurde ihnen nicht daraus gemacht. Zu hungrig auf Konzerte und ausgelassenes Beieinandersein war das Publikum, um die eher bescheidene Soundqualität im ehemaligen Milchwerk zu kritisieren.

Die Soundqualität ließ etwas zu wünschen übrig

Vieles von den eigentlich textrelevanten Passagen ging in einer Wolke aus wummerndem Bass, undefinierten Schlagwerk und den zwei Gitarren unter, um auch kritischere Zuhörer zu entzücken. Eigentlich erstaunlich, denn bei dem Konzert handelte es sich um die größte Produktion des Milchwerk Musikfestivals. Für die große Vielzahl der Besucher stellte die eher bescheidene Soundqualität jedoch kein Hindernis für einen schönen Abend dar. Die auswendig gelernten Texte ließen sich auch so mühelos intonieren.