Saxophon und Symphonieorchester – passt das zusammen? Klassische Komponisten und Orchester haben meist einen Bogen um das Blasinstrument gemacht, das dafür im Jazz eine umso größere Karriere machte. Einige klassische Komponisten aber fanden das Saxophon spannend, zum Beispiel Claude Debussy und Jacques Ibert.

Deren Werke für Altsaxophon und Orchester sind am morgigen Samstag, 19.30 Uhr, im Milchwerk zu hören. Die Südwestdeutsche Philharmonie spielt mit der Saxophonistin Asya Fateyeva. Diese ist Echo-Klassik-Preisträgerin, spielt im Alliage-Quintett und ist Dozentin für klassisches Saxophon an der Musikhochschule Münster. „Tanz auf dem Vulkan“ ist der Titel des Abends. Es dirigiert John Axelrod.

Tritt mit der Philharmonie auf: die Saxophonistin Asya Fateyeva.
Tritt mit der Philharmonie auf: die Saxophonistin Asya Fateyeva. | Bild: Neda Navaee

Igor Strawinskys berühmte Suite „Der Feuervogel“ gehört ebenfalls zum Programm des Abends, wie die Philharmonie in einer Presseanküdnigung mitteilt. Mit seiner Musik zum gleichnamigen Ballett wurde der junge Igor Strawinsky als 27-jähriger Komponist schlagartig international bekannt.

Die Uraufführung des „Feuervogels“ in Paris 1910 sollte den Anfang einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem in Paris wirkenden Sergej Diaghilew und seinen „Ballets russes“ markieren. Strawinskys Musik vertont expressiv eine märchenhaften Geschichte: Sirrende, flirrende Klänge untermalen die kühnen Bewegungen des Vogels.

Ängste statt Walzerseligkeit

Dazu kommt ein Stück, mit dem der Komponist Maurice Ravel die Weltlage kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs beschrieb: das Orchesterstück „La Valse“. In dem Auftragswerk des „Ballets russes“, das er 1919 schrieb, sollten „Wien und seine Walzer“ das Thema sein. Ravel schrieb dann aber kein Stück mit Walzerseligkeit und heiler Welt, sondern schaute auf den Untergang zivilisierten Lebens vor dem und im Ersten Weltkrieg. Sein Stück beschreibt Ängste statt Walzertaumel.

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Karten für das Konzert sind ab 21 Euro bei der Südwestdeutschen Philharmonie (Telefon (07531) 900-2816 oder philharmonie-karten@konstanz.de) sowie bei der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH (Telefon (07732) 81-500) und online unter https://milchwerk-radolfzell.reservix.de/events erhältlich.