Für den ein oder anderen mag es wie ein Déjà-vu klingen: Die Radolfzeller Fridays-for-Future-Bewegung will den Klimakrisenstand ausrufen. Doch das ist nichts Neues für die Stadt, denn der Radolfzeller Gemeinderat hatte bereits im Sommer 2019 nach einer von den Jugendlichen angeregten Debatte den Klimanotstand ausgerufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Zwar lief dieser damals unter dem sperrigen Namen „Klimakrise Radolfzell aktiv“, aber für die jungen Menschen spielte der Name keine Rolle. Wichtig waren die Inhalte, die angepackt werden sollten. Vertreter der Radolfzeller Ortsgruppe hatten der Stadt damals eine Liste mit etwa 60 Maßnahmen überreicht, mit denen die Bewegung den Klima- und Umweltschutz vor Ort noch stärker vorantreiben wollte.

Das könnte Sie auch interessieren

Dies sei der Auftakt einer regen Zusammenarbeit mit der Stadt gewesen, denn seit der Einreichung der Klimaschutz-Resolution im Juli 2019 fanden regelmäßige Treffen mit der städtischen Klimaschutzmanagerin Teresa Tewes statt. Allerdings: „Es ist immer noch zu wenig, was getan wird“, sagt Klima-Aktivistin Annika Christen.

Ein junger Demonstrant stellte in Radolfzell die Frage: Klimaschutz – wann, wenn nicht jetzt und wer, wenn nicht Du? (Archivbild)
Ein junger Demonstrant stellte in Radolfzell die Frage: Klimaschutz – wann, wenn nicht jetzt und wer, wenn nicht Du? (Archivbild) | Bild: Becker, Georg

Neue Resolution zu Papier gebracht

Aus diesem Grund trifft sich die Radolfzeller Fridays-for-Future-Gruppe zu einer Demo am Freitag, 28. Januar, um 15.30 Uhr vor dem Stadtmuseum in der Seetorstraße. „Die Demonstration findet statt, da wir den von uns geschriebenen Klimakrisenstand von der Stadt ausrufen lassen möchten“, schreibt Klima-Aktivistin Lisa Osswald.

Das könnte Sie auch interessieren

Doch was ist diesmal anders? „Die Forderungen von damals greifen nicht mehr. Vieles haben wir nun anders definiert. Daher haben wir eine komplett neue Resolution geschrieben“, erklärt Annika Christen auf Nachfrage. Auch der Begriff Klimanotstand sei nicht passend gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Der Klimakrisenstand ist bisher noch nicht so häufig ausgerufen worden. Deswegen werden wir eine Kundgebung stattfinden lassen, bei welcher wir dem Oberbürgermeister unsere selbst geschriebene Resolution übergeben werden“, schreibt Lisa Osswald. Die Aktivisten werden bei ihrer Demo von Polizisten begleitet, es gelten die Hygieneregeln.