Zunftmeister, Holzer, Bauherr, Erfinder der Schwarzen Schoof und so vieles mehr – die Bedeutung von Josef "Sepp" Klett für die Stahringer Schoofwäscherzunft lässt sich nur schwer in Worte fassen. Vor allem ist er Herz und gute Seele der Zunft und aus der Stahringer Fasnacht nicht wegzudenken. Entsprechend groß war die Begeisterung, als Klett von Zunftmeister Reinhard Sauter im Rahmen des Bunten Abends zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Seine Karriere bei den Schoofwäschern begann 1988 als Mitglied der Holzergruppe, bevor Josef Klett 1991 zum Oberholzer gewählt wurde. 1993 organisierte Klett gemeinsam mit dem damaligen Zunftmeister Ewald Weber das Freundschaftstreffen, bei dem 1993 in Stahringen 40 Zünfte und 3000 Hästräger teilnahmen. 2001 wurde Sepp Klett zum Zunftmeister der Schoofwäscher gewählt, ein Amt, das er mit großem ehrenamtlichem Engagement bis zu seinem krankheitsbedingten Rücktritt 2015 ausübte.

Sepp der Baumeister

"Sepp, der Baumeister" – so lautet ein liebevoller Spitzname der Schoofwäscher für ihren langjährigen Zunftmeister, dem Initiator verschiedener Bauprojekte. So beruhte der Bau der Holzerhütte auf seiner Idee. Auch der Umbau der Zunftstube und der Bau des Schoofstalls sind unter der Leitung Kletts entstanden.

In besonderer Erinnerung ist der Zunft das Jahr 2009 geblieben – die Schoofwäscher feierten ihr 50. Jubiläum, Grund genug für Josef Klett in Stahringen das beliebte Seenarrentreffen auszurichten.

Initiativen für junge Narren

Der Nachwuchs liegt dem ehemaligen Zunftmeister besonders am Herzen. Auf seine Initiative hin wurden 2003 die "Schwarzen Schoof" ins Leben gerufen, später folgten die "Jungwäscher".

Eine große Ehre wurde Josef Klett zuteil, als er 2018 zum Obristen der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee ernannt wurde. "Immer auf der Straße mit Schalk im Nacken", sagte Reinhard Sauter bei seiner Laudatio – so ist Josef "Sepp" Klett bis heute bei jeder Fasnacht mitten im Geschehen, künftig als Ehrenmitglied seiner Stahringer Schoofwäscher.