Einen thematischen Volltreffer landete der Narrenverein Schimmelreiter mit seinem diesjährigen Motto – angesichts beinahe südländischer Temperaturen zur Fasnet. So zeigten sich auch die überaus zahlreichen Gäste in entspannter Feierlaune und ließen sich gerne ins Land von Pizza und Pasta entführen, wie die Veranstalter in einer Presse-Information bilanzieren. Vor der Kulisse einer italienischen Piazza, gekonnt gestaltet von Andreas und Maria-Lena Bohl sowie Anna Fessler, eröffneten die Hästräger im Gefolge der Guggenmusik Bad Bulls die Veranstaltung. „Präsi Al Dente“ Manfred Hiller begrüßte die Anwesenden mit einer Mafiosi-Persiflage und führte mit Moritz „Maurizio“ Bohl durch den Abend.

Lieber Braten mit Spätzle

Zu Beginn zeigten Lea Graf, Anna Fessler, Ida Hassemer, Franziska Geiger und Nadine Voigt ihre tänzerische Version des Sommerhits „Bella Ciao“, einstudiert von Nicole Winter. Als Güttinger Antwort auf den unvergessenen italienischen Opernsänger Enrico Caruso machte Klaus Erhard Kaupp mit seiner Ukulele von sich reden. Statt nach Italien zu fahren blieb er lieber in der Heimat. Bei Braten und Spätzle fühlte er sich sichtlich wohler als bei Pizza. Seine launigen Ausführungen zu Reisen in den Süden animierten die Gäste zum Mitsingen und -klatschen.

Wallfahrt nach "Rom"

Mit den Narrenräten fanden sich die Zuschauer in der Buchenseehalle plötzlich mitten in einer Wallfahrt wieder. Die „Pfarrenräte“ trieb die Angst um, die großen Fasnetvereinigungen könnten das Reiten des Schimmelwagens bei ihren Umzügen untersagen. Außerdem bat man um Absolution für den Präsidenten und seinen Vize, die beide am 11.11. zum Fasnetauftakt dieser Saison gefehlt hatten. Glücklicherweise wendete sich schließlich alles zum Guten, und „Papa Roma“ konnte dem Fortbestand des Schaukelpferdchens seinen Segen geben.

Ein Hauch von Benzin lag in der Luft, als sich die Bühne von einer Piazza in die Rennstrecke von Monza verwandelte. Während „The Race“ der Elektropop-Gruppe Yello erklang, fegte der Narrensamen mit Bobbycars und quietschenden Reifen durch die Menge der Hästrägerinnen. Die Renntechnikerinnen im eigens entworfenen „Fernarri“-Outfit tanzten unter der Regie von Trainerin Andrea Hiller.

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