Gerade noch rechtzeitig zu Beginn der fünften Jahreszeit ließen die Narrenzünfte traditionell beim Pressehock der Froschenzunft die Katze aus dem prall gefüllten Sack ihres Fasnetprogramms. Vertreter aller Zeller Zünfte, außer der Narrizella Ratoldi, stellten ausführlich ihre Veranstaltungen vor. Es war bereits die 35. Veranstaltung, die die Froschen mit lautem Gequake aus der Taufe hoben. Man war damals bei der befreundeten Schoofwäscherzunft zu Gast. Seither ist der Pressehock zu einer festen närrischen Tradition geworden.

Die Präsidentin der gastgebenden Froschenzunft, Annette Wrzeszcz, eröffnete den Reigen der Präsidenten und Zunftmeister, die im Froschenstüble ihre diesjährigen Aktivitäten vorstellten. Die Froschen selbst starten mit ihrem Seniorennachmittag bereits am kommendern Samstag, 9. Februar. Schon einen Tag später nehmen alle Gruppen geschlossen an den Narrentagen auf der Insel Reichenau teil.

Mit von der Partie ist man auch beim Seenarrentreffen am Sonntag, 24. Februar, in Dingelsdorf. Ansonsten steigen die Froschen mit ihrem vollen Programm in die eigentlichen Fasnachtstage ein, die vom Einholen des Narrenbaums bis zur Teilnahme am großen Fasnetumzug durch die Altstadt, einem zünftigen Frühschoppen im Narrenpalast mit dem Hannoken-Sextett am Fasnachtsmontag bis zum Fasnetverbrennen am Froschenbrunnen geht.

Eine besondere Froschentradition bei, Hock ist immer wieder das Hutfalten, zu dem überwiegend die SÜDKURIER-Zeitungen herhalten mussten. Annette Wrzeszcz zog dabei ein neues Froschengedicht aus der Tasche, das Bruno Epple der Zunft gewidmet hatte und nun erstmals der quakenden Narrenschar zum Besten gegeben wurde. Mit einem deftigen Wurstsalat kamen die hungrigen Froschenmägen anschließend auf ihre Kosten. Dazu servierten die Lustigen Hannoken als musikalische Würze ihre Ribbelesuppe und ihre Froschenhymne "Verteiler, verteiler Finger".