Je näher es Richtung Abend ging, um so mehr Besucher strömten Richtung Milchwerk. Simon Gröger hatte zum Bürgerfest als Ersatz für seine wegen der Corona-Pandemie nur klein ausgefallene Einführung ins Oberbürgermeister-Amt geladen. Zehn Monate später war der Reiz für die Radolfzeller immer noch groß, ihren OB aus nächster Nähe zu erleben.

Andrang im Milchwerk

Bei seiner Rede saßen etwa 200 und standen über 300 Besucher im großen Saal des Milchwerks. „Nach zehn Monaten möchte ich Danke sagen, wie herzlich Sie mich aufgenommen haben.“ Für Gröger war dieser Zuspruch die größte Wertschätzung. Für sich und sein Team, das den Nachmittag organisiert habe, und für ihn, der immer noch jeden Tag dankbar sei, dass die Radolfzeller ihm bei der Wahl solch ein großes Vertrauen ausgesprochen hätten.

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Gröger bekam während seiner Rede mehrfach Beifall, als er auf die Aufgaben für die Stadt einging: „Beim Klimaschutz müssen wir besser und schneller werden.“ Zudem gebe es eine Verantwortung für die historische Altstadt: „Mehr Identität für eine Stadt gibt es nicht.“ Neben der Verpflichtung für eine soziale Wohnraumpolitik sprach der OB auch die Betreuungsqualität für die Kinder in der Stadt an.

Wer trifft am besten (von links): Ibrahim Güler und Doris Sturm von der Abteilung Kinder und Jugend, OB Simon Gröger mit Sohn und Frau ...
Wer trifft am besten (von links): Ibrahim Güler und Doris Sturm von der Abteilung Kinder und Jugend, OB Simon Gröger mit Sohn und Frau Anita beim Wurfteppich. | Bild: Becker, Georg

Vor seiner Rede machte er mit seiner Frau Anita und seinem Sohn einen Rundgang über die Angebote rund um das Milchwerk. Dort hatte die Abteilung Kinder und Jugend ein Programm auf die Beine gestellt und Vereine wie der Nordstern und der HSC bewirteten. Dies nahm Gröger noch einmal in seiner Rede auf: „Ich bin begeistert, was in Radolfzell geleistet wird.“ Gerade für die Belange der Vereine müsse die Politik ein offenes Ohr haben.

Der OB ist Optimist

Gröger sieht sich für die Herausforderungen gut aufgestellt, die Mitarbeiter im Rathaus seien bereit, neue Wege zu gehen. Auch spüre er, dass der Gemeinderat als Team zusammenwachse. Seinen Optimismus fasste der OB am Schluss seiner Rede an die Radolfzeller zusammen: „Ich freue mich auf eine Zukunft mit Ihnen, ich fühle mich in meiner Aufgabe absolut wohl.“