Helen Rehberger findet es „super schön“, aktuell in Radolfzell zu sein. Wegen der Pandemie ist sie vor einer Woche aus Australien über Katar nach Zürich geflogen – und lebt nun vorübergehend bei ihrer Mutter Andrea, der Partnerin von Oberbürgermeister Martin Staab. „Mein deutscher Pass war noch nie so wichtig für mich“, erzählt sie.

Ein Jahr Australien geplant

Ursprünglich hatte die 29-Jährige aber einen anderen Plan. Ein Jahr wollte sie in Melbourne in einem Bekleidungsladen arbeiten, bis November dieses Jahres. Und das Land erkunden: „Neuseeland wäre zum Beispiel auch noch ein Reiseziel gewesen“, sagt sie. Daraus wurde für die gelernte Modeeinkäuferin, die zuvor fünf Jahre lang in der schwedischen Hauptstadt Stockholm gearbeitet und gelebt hatte, allerdings nichts.

Jetzt ist Helen Rehberger aber einfach nur erleichtert, im „Garten zu sitzen und das sonnige Wetter genießen zu können“. Und sie nutze die Möglichkeit, ihr „etwas eingerostetes Deutsch aufzufrischen“, wie sie scherzhaft erzählt. Die Situation in den vergangenen Wochen in Australien sei kompliziert gewesen. Der Laden, in dem sie angestellt war, musste schließen. „Es kamen keine Kunden mehr“, sagt sie. Helen Rehberger reagierte schnell. Denn für sie war klar, dass sie keine soziale Unterstützung bekomme: „Es war alles extrem kurzfristig, die Lage wurde plötzlich immer ernster“, so die 29-Jährige.

Herausforderungen auf den Heimweg

Ausreisebestimmungen seien andauernd geändert worden. Daher war ihr Gedanke: „Oh Gott, bevor ich hier nicht mehr raus komme, muss ich schnell einen Flug bekommen.“ Doch das sei eine stressige Herausforderung gewesen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal täglichen Kontakt mit der Botschaft habe. Es war ein Hick-Hack, überhaupt irgendein Ticket zu bekommen.“

Ihr Flug sei zwar extrem teuer gewesen, im Endeffekt habe aber zumindest alles „super geklappt“. Das Kapitel Australien ist für sie allerdings noch nicht abgeschlossen. „Ich konnte nicht mal meine Freunde umarmen, als ich gegangen bin. Ich möchte auf jeden Fall nochmal zurück“, sagt sie.

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