Für Familien, die ihre freien Sommerstunden gerne im Strandbad genießen, gibt es eine gute Nachricht: Die Familienkarte ist wieder eingeführt. Im vergangenen Monat waren beim Familienverband mehrere Nachfragen und Beschwerden eingegangen, nachdem der Familientarif in dieser Saison nicht angeboten wurde. Vor allem Familien mit mehreren Kindern mussten beim Kauf von Einzelkarten tiefer in die Tasche greifen als sonst.

Aufgrund sehr unterschiedlicher Verkaufszahlen von Familienkarten im See- und Strandbad war laut Stadt-Pressesprecher Moritz Schade zunächst beschlossen worden, die Familienkarte im Seebad nicht mehr anzubieten. In der Folge wurde entschieden, die Karte auch im Strandbad nicht mehr auf die Preisliste zu setzen, obwohl dort im vergangenen Jahr knapp 100 Karten verkauft worden waren.

Pächterin bekommt von Stadt grünes Licht für Familienkarte

Auf einen Bericht im SÜDKURIER hin erhielt Derya Yildirim, Pächterin des Strandbads, am folgenden Tag eine Mail von Oberbürgermeister Martin Staab, in der es heißt, in den unterschiedlichen Beratungsstadien für die diesjährigen Preise im See- und Strandbad und die Corona-bedingte Anpassung an die verkürzte Saison sei die Familienkarte im Gemeinderat nicht aufgerufen worden. Insofern könne sie wieder zum Preis des Vorjahres (52 Euro) angeboten werden. Für das Seebad allerdings gilt die Familienkarte in diesem Jahr nicht. Der Verbund der Bäder wurde für diese Saison aufgehoben.

Obwohl die Familienkarten ab August, mitten in der Badesaison, an sich nicht mehr oft nachgefragt wurden, ist es doch eine gute Nachricht für Familien. Denn nun ist das familienfreundliche Angebot bei den städtischen Verhandlungen für die Preise in der nächsten Sommersaison wieder mit im Spiel.

Gute Nachricht für Familien

Einige Saisonkarten für Familien habe sie dennoch verkauft, berichtet Yildirim. Bereits gezahlte Einzeleintritte seien angerechnet worden. Familien, die mehrere einzelne Saisonkarten für Erwachsene und Kinder erstanden hatten, habe sie eine Familienkarte angeboten und ihnen die Preisdifferenz erstattet.

Der Familienverband hätte es begrüßt, wenn die Familienkarten entsprechend den Corona-bedingten Reduzierungen ebenfalls günstiger angeboten worden wären. Ferner forderte Karin Vögele, Vorsitzende des Familienverbands, für zu viel bezahlte Eintrittsgelder sollten Gutscheine für die nächste Saison auf Kosten der Stadt und nicht der Pächterin ausgegeben werden.

Preise für 2021 bald Thema im Rat

Eine weitere Differenz gebe es bei der Vermietung der Schließfächer. In der vergangenen Saison konnte man die Miete eines Faches für diese Saison im Voraus bezahlen. Viele Strandbadgänger hätten dies getan. Aufgrund der verkürzten Badesaison wurde die Miete in diesem Jahr aber von fünfzehn auf zehn Euro reduziert. Frühbucher haben also 5 Euro zu viel bezahlt. Auch hierfür sollten Gutscheine im Bürgerbüro ausgegeben werden, schlägt Vögele vor.

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Diese Gutscheine könnten im kommenden Jahr an der Strandbadkasse eingelöst werden. „So lange müsste gar kein Geld fließen und es würde den Haushalt im Jahr 2020 nicht belasten“, so Vögele.

All diese Vorschläge konnten jedoch nicht in dieser Saison umgesetzt werden. Dafür bedürfe es eines Beschlusses des Gemeinderats, antwortete Staab. Im Herbst werde die Preisliste für die Bäder neu verhandelt und eine Entscheidung getroffen, ob die Karten wieder im Verbund für beide Bäder gelten sollen.