Raphael Schnick ist erst 18 Jahre alt, kann aber schon auf eine Liste von musikalischen Erfolgen zurückblicken. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ hat er als Solo-Schlagzeuger den ersten Preis auf Bundesebene gewonnen. Er hat im Percussion-Ensemble Baden-Württemberg und im Landessinfonieorchester mitgespielt. Und er ist das jüngste Mitglied der Radolfzeller Stadtkapelle, in der er sich sehr wohlfühlt, wie er sagt.

„Mit 15 Jahren anzufangen, das war schon krass“

Dabei begann seine Geschichte in der Stadtkapelle schon viel früher: Vor drei Jahren spielte Raphael Schnick dort zum ersten Mal. „Mit 15 Jahren als Aushilfe dort anzufangen, das war schon krass“, erinnert er sich. Damals war er noch Mitglied im Jugendblasorchester. Mittlerweile ist er vollwertiges Mitglied und macht eine Ausbildung zum Informatiker in einem Radolfzeller Unternehmen. „Programmieren war neben der Musik immer eine Leidenschaft“, erzählt er. Die Entscheidung, was er zu seinem Beruf machen wird, sei ihm nicht leichtgefallen. Schließlich habe er entschieden, Musik als Hobby zu betreiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Arbeitszeiten ließen ihm nicht mehr so viel Zeit, an mehrtägigen Proben für Landesorchester teilzunehmen. Deshalb konzentriere er sich in erster Linie auf seine Aufgaben in der Stadtkapelle. „Das macht mir viel Spaß und jetzt im Jubiläumsjahr ist einiges zu tun“, fährt er fort. Für die Konzerte seien etliche neue Stücke eingeübt worden. „Das hat mein Niveau sehr gehoben“, findet Schnick, der zusätzlich zu den Proben einmal pro Woche Unterricht nimmt und auch Solo-Stücke einübt.

Spaß an der Musik nach der Pandemie

Nach einem Jahr der Pandemie-bedingten Probepause merke er jetzt, „wie cool“ es sei, wieder mit dem Orchester zu proben und aufzutreten. Besonders freute er sich auf die Konzertreise nach Innsbruck und Salzburg, die vom 22. bis zum 25. Juli stattfand. Rund 80 Musiker der Stadtkapelle und des Jugendblasorchesters traten dort gemeinsam unter der Leitung von Kuno Rauch auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Höhepunkt des Abends werde für ihn das Stück „The Legend of Maracaibo“ sein, verriet er im Vorfeld. In dem wechselvollen Stück mit vielen Höhen und Tiefen sei das Schlagwerk stark gefragt. Dabei könne er sich an den Stabspielen, dem Glockenspiel, Xylophon und dem Marimbaphon – seinen Lieblingsinstrumenten – so richtig ausleben.