Die Würdigung der turnerischen Lebensleistung von Edith Brunner ist das herausragende Ereignis bei der Hauptversammlung des Turn- und Sportverein Böhringen. Unter Beifall ehrt der Vorsitzende Tobias Klumpp die 86-Jährige, die dem Verein 60 Jahre als Übungsleiterin diente und als älteste Turnwartin überhaupt tätig war. „Edith war es, die im Verein den Grundstein fürs Damenturnen legte“, erinnert Tobias Klumpp. Sie leitete 1960 die erste Frauengruppe, die auf Anregung von Alfons Helmlinger ins Leben gerufen wurde. „Damals nicht einfach, da unvorstellbar“, und zunächst im dunklen Keller der Schule, dann ab 1963 in der neuen Halle.

Die ersten Schritte als Übungsleiterin

Edith Brunners turnerischer Werdegang begann beim TUS Steißlingen, wo sie in jungen Jahren mit Geräteturnen anfing und nebenbei „Gymnastik gemischt“ mitmachte. Nachdem sie nach Böhringen gezogen war, fragte Alfons Helmlinger sie, ob sie zum Turnen kommen wolle. Die Jubilarin erinnert sich genau an die Überraschung, als beim ersten Treffen eine Frauenschar auf sie wartete, der sie als Vorturnerin angekündigt worden war.

Viele sind weiterhin befreundet

Viele aus der großen Gruppe von 50 Frauen blieben später als Seniorengymnastikgruppe unter Leitung von Brunner zusammen und einige sind heute noch eng miteinander verbunden. Daneben leitete Edith Brunner viele Jahre die Gymnastikgruppe der Frauengemeinschaft St. Nikolaus.

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„Der TUS war mein Leben“, erzählt Edith Brunner. „Irgendwann hab ich den Seniorenübungsleiter gemacht.“ Weiterbildung hat sie großgeschrieben. Bei den Lehrgängen habe sie viele Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die heute noch Bestand hätten. „Die Frauen sind mit großer Begeisterung bei der Sache gewesen. Wir gingen oft zu Wettkämpfen und Turnfesten – mit gutem Erfolg“, erzählt sie. In Konkurrenz stand man mit Singen und Steißlingen. Ihre Tätigkeit als Übungsleiterin empfand Edith Brunner als Ausgleich zu Familie und Büro. Ihre Schwiegertochter und ihre Enkelin sind bereits langjährige Übungsleiterinnen.