Auf dem Stimmzettel zur Oberbürgermeisterwahl in Radolfzell am Sonntag, 17. Oktober, werden diese drei Namen in dieser Reihenfolge stehen: Martin Staab (57), Simon Gröger (36) und Helmut Ringger (66). Die Reihenfolge ist im Wahlausschuss ausgelost worden, weil alle drei am ersten Wochenende nach Start der Bewerbungsfrist ihre Unterlagen abgegeben haben. Gröger wie Ringger mussten 50 Unterstützungsunterschriften vorlegen, damit der Gemeindewahlausschuss ihre Bewerbung zur Wahl zulassen konnte. Für Amtsinhaber Martin Staab gilt diese Regel nicht.

Im Wahlkampfmodus

Bei Herausforderer Simon Gröger erkannte der Wahlausschuss 99 von 100 Unterstützungsunterschriften als gültig an. Der Tuttlinger Wirtschaftsförderer wird bei seiner Kandidatur in Radolfzell von drei Parteien – der Freien Grünen Liste, der CDU und der SPD – unterstützt. Gröger hat seine Kandidatur im Juni angekündigt und seither den Wahlkampf aufgenommen und intensiviert.

Will OB werden: Simon Gröger (36), Wirtschaftsförderer der Stadt Tuttlingen, ist in Radolfzell der Kandidat von CDU, SPD und Freier Grüner Liste.
Will OB werden: Simon Gröger (36), Wirtschaftsförderer der Stadt Tuttlingen, ist in Radolfzell der Kandidat von CDU, SPD und Freier Grüner Liste. | Bild: Jarausch, Gerald

Auch Helmut Ringger hat die Hürde mit 83 gültigen Unterschriften gemeistert. Ringger hat sich vor Ablauf der Bewerbungsfrist nicht in einem großen öffentlichen Rahmen als Kandidat zu erkennen gegeben. Nur in privaten Gesprächen hat er erklärt, dass er neben der Bundestagswahl auch bei der OB-Wahl in Radolfzell kandidieren wolle. Hinter seinem Namen steht auf dem Stimmzettel der Bundestagswahl die Angabe „Privatier“.

Helmut Ringger gibt keine Auskunft

Ringger hat Auskünfte oder ein Gespräch mit dieser Zeitung abgelehnt. Deshalb wird Helmut Ringger auch nicht auf das Podium der SÜDKURIER-Wahlarena am Dienstag, 12. Oktober, ins Milchwerk geladen (siehe Infokasten). Eingeladen und zugesagt zu dieser Podiumsdiskussion haben OB Martin Staab, der nach den Terminhinweisen auf seiner Internetseite in dieser Woche in den Wahlkampf einsteigt, und sein Herausforderer Simon Gröger.

Will OB bleiben: Amtsinhaber Martin Staab (57) strebt eine zweite Amtszeit in Radolfzell an, er ist Mitglied der Freien Wähler.
Will OB bleiben: Amtsinhaber Martin Staab (57) strebt eine zweite Amtszeit in Radolfzell an, er ist Mitglied der Freien Wähler. | Bild: Hartung, Cian

Die Stadt Radolfzell selbst gibt allen drei Bewerbern die Möglichkeit, sich bei der öffentlichen Kandidatenvorstellung am Mittwoch, 6. Oktober, im Milchwerk zu präsentieren. Der Gemeindewahlausschuss hat das Format als Hybrid-Veranstaltung festgelegt. Das heißt, man kann im Milchwerk und vor einem Endgerät die Vorstellung verfolgen. Die Kandidatenvorstellung soll um 18.30 Uhr im großen Saal beginnen. Bürgermeisterin und Wahlausschussvorsitzende Monika Laule wird den Abend moderieren.

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Eine erste „öffentliche Befragung“ mit OB-Kandidaten ist schon in dieser Woche. Die Naturschutzverbände BUND und Nabu, Fridays-for-Future und Parents-for-Future laden am Donnerstag, 23. September, in den kleinen Saal des Milchwerks ein. Die Diskussion beginnt bereits um 19 Uhr, wie Thomas Körner vom Naturschutzbund seine erste Meldung korrigiert hat. Themen sind: Energiewende, Mobilität, Bauen, Landwirtschaft sowie Klimaschutz und Klimaanpassung. Sowohl Martin Staab wie Simon Gröger haben diese „Befragung“ in ihrem Kalender stehen.