Bewegender Moment in Zeiten von Corona: Ein musikalisches Ständchen der besonderen Art erreichte dieser Tage den Radolfzeller Einzelhändler Rainer Schey. Der Betreiber eines Reisebüros in der Seestraße wurde von der Dixiland-Gruppe „Die Gluzger“ aus Rottenburg am Neckar mit einer musikalischen Darbietung samt finanzieller Unterstützung bedacht.

Ein Ständchen und eine kleine Finanzspritze

Die zwei Bandmitglieder des Sextetts, Rupert Leger und Rainer Ruf, spielten in der Seestraße vor dem Geschäft mehrere Dixi-Titel, um Rainer Schey auf die Straße zu locken. Dort wurde er nicht nur begrüßt, sondern mit einer finanziellen Spende durch Freunde der Musiker unterstützt. Die Gluzger und das Reisebüro in der Seestraße verbindet eine über 30-jährige Zusammenarbeit bei Musikreisen in die Welt.

Die Freundschaft ist über die Musik gewachsen

Reisebüro-Vorbesitzerin Gisela Kögel-Hensen arbeitete seit 1994 mit der schwäbischen Band zusammen, wenn es zum Beispiel um Reisen in das amerikanische New Orleans ging. Die schöne Tradition führte auch Rainer Schey in den vergangenen Jahren fort, so dass sich auch zwischen ihnen eine mehr als geschäftliche Beziehung entwickelte.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus dieser Freundschaft heraus hatten Musiker und ehemalige Mitreisende den Antrieb entwickelt, den Reisebürokaufmann in Zeiten von Corona finanziell zu unterstützen. Denn neben der Gastronomiebranche leiden auch andere Bereiche stark unter den Auswirkungen der Pandemie.

Für Rainer Schey hat sich die Krise zu einer geradezu paradoxen Situation entwickelt. So hat er nicht etwa wenig Arbeit durch das Fernbleiben seiner Kunden, sondern vielmehr alle Hände damit zu tun, die ständig wachsende Zahl von Stornierungen zu bewältigen. Solche Tätigkeiten seien aber alles andere als einträglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Umso mehr freute er sich über die Überraschung der „Gluzger“, als diese beim vor dem Geschäft erschienen und ihm auf ihre Weise finanziell unter die Arme zu griffen. Völlig überwältigt von der guten Tat seiner Freunde zeigte er sich „von den Socken“, wie er bemerkte.