Ein Zeichen der Hoffnung für das neue Jahr hat Ortsvorsteher Ralf Mayer bereits Ende des vergangenen Jahres gesetzt: seit dem Volkstrauertag im November ragt am Dorfplatz ein drei Meter hoher Friedenspfahl in die Höhe. Auch für Möggingen war 2021 Jahr viel zu ruhig und Ralf Mayer hofft, dass nicht nur auf dem Dorfplatz wieder mehr Leben einkehrt.

Bei der Mittelanmeldung zum Haushalt hat für den Ortsvorsteher der Steg am Mindelsee höchste Priorität. Der marode Steg muss dringend erneuert werden und Ralf Mayer hofft, dass dies mit den entsprechenden Mitteln bereits im Laufe diesen Jahres erfolgen kann.

„Ein richtig schöner Treffpunkt“

Dank einer Investition aus dem Haushalt des vergangenen Jahres konnte bereits im Oktober die Toilettenanlage im Rathaus fertiggestellt werden. Dies sei laut Ortsvorsteher Mayer die notwendige Grundlage, um die bei den Möggingern so beliebte Bewirtung des Rathausstübles wieder aufleben lassen zu können.

„Das Rathausstüble war immer ein richtig schöner Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft, leider musste dieser durch die Corona-Beschränkungen vorübergehend geschlossen werden“, erklärt Mayer. Er hofft, dass die Bewirtung des Stübles von den Vereinen schon bald wieder aufgenommen werden kann.

Kräutergarten am Rathaus

Nicht nur im Rathausstüble, sondern auch rund um das Rathaus soll in diesem Jahr wieder mehr Leben einkehren. Unter dem Motto „Gemeinsam gestalten – gemeinsam verwalten“ soll im Rahmen eines Bürgerprojekts ein großer Kräutergarten angelegt werden. Teil des Dorfleitbilds, das im Jahr 2017 im Rahmen einer Dorfwerkstatt für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entwickelt wurde, war der Grundsatz, das Zusammenleben der Generationen zu stärken und nachbarschaftliche Hilfe zu ermöglichen.

Dieses Ziel konnte die Mögginger Dorfgemeinschaft mit der Gründung eines Nachbarschaftshilfevereins umsetzen. Mittlerweile zählt der Verein rund 200 Mitglieder, hat im Rathaus ein eigenes Büro sowie zwei Teilzeitkräfte, die sich unter anderem um die Planung der Einsätze kümmern. In diesem Jahr soll der Verein über die Ortsgrenzen hinaus erweitert werden. Zunächst müssten jedoch in den Nachbarorten wie Stahringen Helfer gefunden werden. „Nur mit Helfern vor Ort kann auch vor Ort geholfen werden“, sagt Ralf Mayer.

Veranstaltungen im Sommer

Ebenso wie in der Kernstadt und den Ortsteilen ist es auch für die Mögginger aktuell schwierig, Veranstaltungen konkret zu planen. Sobald es die Pandemie-Auflagen zulassen, hofft Ralf Mayer, dass Termine für Veranstaltungen bekannt gegeben werden können. So soll der im vergangenen Dezember abgesagte Seniorennachmittag im Sommer unter freiem Himmel stattfinden.

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Ebenfalls im Sommer soll das Singspiel „De Bue und die Fischerin“ aufgeführt werden. Die aufwendige Inszenierung unter der Leitung von Jürgen Karrer sollte ursprünglich im vergangenen Sommer im Rahmen der Heimattage aufgeführt werden und musste bereits mehrfach verlegt werden. Nun hofft die Dorfgemeinschaft, dass sich „De Bue und die Fischerin“ an einem schönen Julitag auf dem Mögginger Dorfplatz finden.

„Möge Friede auf Erden sein“

Auch beim diesjährigen Volkstrauertag soll der Friedenspfahl im Mittelpunkt stehen. Die Initiative Friedenspfahl mit dem Schriftzug „Möge Friede auf Erden sein“ stammt ursprünglich aus Japan, mittlerweile gibt es weltweit rund 250.000 Pfähle.

Ralf Mayer hatte in Schaffhausen einen solchen Friedenspfahl gesehen und sich spontan entschlossen, auch in Möggingen mit einem Pfahl ein Zeichen zu setzen. Der Ortsvorsteher hofft, dass er bis zum Volkstrauertag im November gemeinsam mit dem Ortschaftsrat, den Vereinen und Bürgern alle geplanten Initiativen umsetzen kann.