Für Umweltschützer in ganz Baden-Württemberg ist das eine traurige Nachricht: Die Naturschutztage 2021 finden nicht statt. Wegen der Corona-Pandemie kann das sonst umfangreiche Programm bestehend aus Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops und Exkursionen rund um das Milchwerk und die Radolfzeller Landschaft nicht durchgeführt werden.

Bild: Jarausch, Gerald

„Für die Motivation der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Umweltschützer ist die Absage natürlich nicht förderlich“, sagt Thomas Körner, Geschäftsführer Nabu Donau-Bodensee. Die Naturschutztage hätten vom 3. bis 6. Januar 2021 stattfinden sollen.

Die Planung sei schon sehr weit vorangeschritten gewesen, berichtet Körner. Man habe im März dieses Jahres begonnen ins Ungewisse hin zu organisieren. Niemand habe gewusst, was noch passieren werde. Den ganzen Sommer über hatte man Hoffnung.

Nabu bleibt auch 2022 der Organisator

„Doch jetzt im Herbst mussten wir einsehen, dass es nichts bringt“, sagt Körner. Das für 2021 geplante Programm soll nun in großen Teilen 2022 durchgeführt werden. Auch der Rhythmus der Gastgeber gerate etwas aus dem Takt. Nabu und BUND wechseln sich mit der Durchführung der Naturschutztage ab. 2021 wäre der Nabu dran gewesen, und bleibt auch 2022 der Veranstalter.

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Die Naturschutztage als digitale Veranstaltung durchzuführen, habe man zwar angedacht, doch entspräche das nicht dem Konzept. „Es geht um den Austausch und die Vernetzung der einzelnen Umweltschützer. Ohne den direkten Kontakt, die Gespräche, macht das alles keinen Sinn“, sagt Thomas Körner.

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Er habe im Vorfeld mit Eric Hörenberg, Geschäftsführer des Milchwerks, durchgerechnet, wie viele Personen bei Vorträgen in den großen Saal dürften. Bei Podiumsdikussionen waren früher 800 Besucher gleichzeitig da. Laut Hörenberg dürften maximal 200 ins Milchwerk. „Das bringt so nix“, sagt Körner. Außerdem könne man die ganzen Exkursionen nicht durchführen.

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Thomas Körner ist sich sicher, dass viele der Themen, die 2021 eine Rolle gespielt hätten, auch im übernächsten Jahr noch relevant sein würden. Mit den meisten Referenten hätte man bereits eine Übereinkunft für 2022 getroffen. Dennoch wird es eine digitale Veranstaltung im Januar 2021 geben.

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Die vorgesehene Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im Frühjahr soll am Montag, den 4. Januar 2021 von 10 bis 11.30 Uhr als ein „virtuelles Naturschutzfrühstück“ stattfinden. Dabei sind Politiker von den Grünen (Andreas Schwarz MdL), CDU (Wolfgang Reinhardt MdL), SPD (Andreas Stoch MdL) und FDP (Daniel Karreis MdL). Mit auf dem Podium sitzen Johannes Enssle (NABU-Landesvorsitzender) und Brigitte Dahlbender (BUND-Landesvorsitzende). Der Termin für 2022 steht auch schon fest: 6. bis 9. Januar 2022.