Nachdem die diesjährige Kulturnacht abgesagt wurde, besteht nun Hoffnung, dass eine Ausrichtung im Jahr 2021 wieder möglich sein wird – allerdings wird diese dann ein wenig anders ausfallen, als bisher. Denn in seiner jüngsten Sitzung beschloss der Kulturausschuss eine Änderung der Teilnahmebedingungen für Künstler.

In Zukunft soll der Grundbetrag zur Teilnahme an der Kulturnacht deshalb für Einzelkünstler von bisher 40 auf 30 Euro gesenkt werden. Im Gegensatz zu den vergangenen Veranstaltungen sollen zudem die einzelnen Mietmaterialien wie Stellwände extra berechnet werden – zuvor fiel ein pauschaler Betrag in Höhe von 20 Euro pro Künstler an, unabhängig davon, wie viel Ausrüstung benötigt wurde. Für zugemietete Technik wird dagegen in Zukunft einen Pauschalbetrag von 20 Euro fällig. Künstler, die jünger sind als 35, sollen bei ihrer ersten Beteiligung an der Kulturnacht außerdem keinen Grundbetrag zahlen.

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Nachrückerliste für auswärtige Künstler

Anders sieht es für Künstlergruppen ab drei Personen aus: Sie zahlen künftig 50 statt 40 Euro Grundgebühr. Und Anfragen von Künstlern, die nicht aus Radolfzell kommen, sollen nun gesammelt und in einer Nachrücker-Liste geführt werden, sollten nicht alle Orte mit Künstlern aus Radolfzell und der Höri besetzt werden.

Wer von außerhalb nachrückt, zahlt allerdings für seine Teilnahme 40 Euro, als Gruppe 60 Euro. Zudem soll die Kulturnacht in Zukunft unter einem Motto stattfinden und Anregungen von Besuchern, die sich etwa Essensangebote gewünscht hatten, sollen in den nächsten Kulturnächten weiterverfolgt werden.

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Diskussion um Gebühren für Künstler

Nina Breimeier (FGL) wäre es lieber gewesen, von Künstlern gar keine Gebühr zu verlangen. „Warum müssen sie zahlen, damit sie ausstellen dürfen?“, fragte sie. Richtig wäre es, die Kulturnacht mit Sponsoren- oder Eintrittsgeldern zu finanzieren. Helmut Villinger (CDU) stimmte ihr zu: „Wir profilieren uns auf dem Rücken der Künstler.“ Er beantragte, nach der Kulturnacht 2021 zu überprüfen, was es die Stadt kosten würde, die Künstler ohne Gebühren auftreten zu lassen. Dem stimmte das Gremium zu. Monika Laule versprach, mit dem Ergebnis auf die Täte zu zukommen.