Der Umbau der Buchenseehalle in Güttingen zur Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine ist fertiggestellt worden. Wie die Stadtverwaltung Radolfzell mitteilt, können in der Halle bis zu 50 Menschen untergebracht werden, belegt ist sie aktuell aber noch nicht.

Weniger Flüchtlinge als erwartet

Ursprünglich war angedacht worden, zusätzlich auch die Mehrzweckhalle in Böhringen als Flüchtlingsunterkunft einzurichten, diese Pläne wurden nun aber bis auf Weiteres wieder zurückgestellt. Nach Kriegsbeginn sei erwartet worden, dass in der Region für sehr viele Menschen zeitnah eine neue Bleibe gefunden werden müsse, diese Vermutungen hätten sich bisher allerdings nicht bestätigt, so die Stadtverwaltung.

Wie Oberbürgermeister Simon Gröger in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte, gibt es aktuell keine belastbaren Zahlen, wann wie viele Flüchtlinge in Radolfzell zu erwarten sind. Viele würden gar nicht nach Deutschland, sondern so schnell wie möglich wieder zurück in ihr Heimatland wollen.

Hilfsbereitschaft der Bürger ist groß

Die Güttinger Halle sei daher für alle Fälle hergerichtet worden, die Böhringer Halle solle aber so lange für die Vereine und Privatpersonen nutzbar bleiben, bis sie zur Unterbringung von Flüchtlingen wirklich gebraucht werde. Laut der Radolfzeller Stadtverwaltung kann die Mehrzweckhalle dann innerhalb von zwei bis drei Wochen zu einer Notunterkunft umgebaut werden.

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Die Verwaltung betonte zudem, die Hilfsbereitschaft für in Not geratene Menschen aus der Ukraine sei nach wie vor sehr groß, viele Radolfzeller würden der Stadt ihre privaten Wohnräume zur Unterbringung von Flüchtlingen vermieten. Dies geschehe im Rahmen des sogenannten Raumteiler-Programms. Der Wohnraum müsse dabei mindestens für sechs Monate verfügbar sein. Die Miethöhe richte sich nach der Mietobergrenze des Jobcenters.

Wer Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchte, kann sich per E-Mail an die Adresse raumteiler@radolfzell.de bei der Stadtverwaltung melden. Weitere Informationen zum Programm gibt es hier.