Für die Mitglieder des Bürgerforums Bauen Radolfzell ist das eine gute Nachricht. Ihr favorisierter Entwurf für die Bebauung des Untertorplatzes kommt nun doch zum Zug. Obwohl dieser vor einem Jahr nur den dritten Platz belegt hatte.

Von vier Bewerbern hat nur einer ein Angebot abgegeben

Aus dem Investoren- und Architekten-Wettbewerb ist nur noch ein Kandidat übrig, der ein Angebot abgegeben und den Zuschlag erhalten hat. Der Überlinger Investor BPD Immobilienentwicklung GmbH hatte zusammen mit dem Architektenbüro Baumschlager Eberle aus dem österreichischen Lustenau einen Entwurf mit kleinteiliger Bebauung eingereicht. Diese sollte den Stil der historischen Altstadt fortführen.

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Nun ist in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der Verkauf der Grundstücke des Untertorplatzes an den Investor beschlossen worden. Insgesamt werden drei Grundstücke, die zum Teil der Stadt, zum Teil der Stadtwerke Radolfzell gehören, für 8,75 Millionen Euro verkauft.

Bis zu 30 Sozialwohnungen sollen gebaut werden

Gebaut werden sollen 101 Wohnungen, die baulandpolitischen Grundsätze werden laut Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Radolfzell, erfüllt. Die Mietpreisbindung liege bei 30 Jahren. Zusätzlich soll es 143 Parkplätze geben, 80 davon öffentlich. Auf dem Areal soll es 2250 Quadratmeter Gewerbefläche geben, 350 Quadratmeter davon für Gastronomie.

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Bei den Stadträten löste der Verkauf der Grundstücke wahre Lobeshymnen aus. Der Vertrag sei „perfekt ausgearbeitet“, sagte Norbert Lumbe (SPD). Hier träfe man nun eine „Jahrhundertentscheidung“, die das Konzept für die Modernisierung der Innenstadt nach 20 Jahren abschließe.

Auch Siegfried Lehmann lobte den Wettbewerb, er sei trotz des langen Verfahrens gut abgelaufen und die Auseinandersetzungen hätten sich gelohnt.

FGL-Stadträtin wünscht sich einen ökologischeren Entwurf

Nur Gisela Kögel-Hensen (FGL) enthielt sich der Abstimmung und formulierte ihre Unzufriedenheit mit dem Entwurf. „Mir gefällt die Planung nicht, denn sie ist nicht ökologisch“, sagte sie. Sie hätte sich mehr Grünflächen und weniger versiegelte Flächen gewünscht.

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