Einen wichtigen Meilenstein, wenn auch noch größere Projekte folgen werden, stellt das neue Veranstaltungs- und Tagungsgebäude am Strandcafé auf der Mettnau dar. Es ist der erste, kleine Teil der groß angelegten Sanierung, Erweiterung und Zentralisierung der Mettnaukur. Direkt am Strandcafé angeschlossen ist ein moderner Bau mit mobilen Trennwänden entstanden, die eine flexible Aufteilung der Räume ermöglichen.

Platz für 120 Gäste

Im großen Veranstaltungsraum können bis zu 90 Personen Platz finden, insgesamt hat das Gebäude die Kapazität für 120 Besucher. Bei der Eröffnungsfeier im großen Saal mit einer breiten Fensterfront, die auf die Terrasse des Strandcafés führt, wurde als mögliche Veranstaltung in den neuen Räumen immer wieder das Beispiel Hochzeiten angeführt. Der direkte Anschluss und die Mitnutzung der Gastronomie des Strandcafés gepaart mit der traumhaften Aussicht auf den See prädestiniere diesen Ort für Familienfeiern und Hochzeiten, so Kurdirektor Ekkehard Scholz.

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Für die Mettnaukur bedeutet das neue Tagungs- und Veranstaltungsgebäude nicht nur mehr Platz und modernere Räume für eigene Veranstaltungen, sondern auch eine eigene Ausweichfläche, wenn der große Kur-Umbau richtig losgeht. Mit dem Abriss des Strandcafé-Nebengebäudes und dem Neubau des Tagungsgebäudes wurden so 500 neue Quadratmeter geschaffen.

Der Winter hat den Bau ein bisschen verzögert

Der Bau verlief laut Kurdirektor Scholz auch fast im Zeitplan. Die Eröffnung habe mit nur einem Monat Verspätung gefeiert werden können, auch wenn hier und da noch das letzte i-Tüpfelchen fehle. Aber der schwere Wintereinbruch in diesem Jahr habe die Bauarbeiten wochenlang ruhen lassen. Baubeginn sollte im Dezember 2020 sein, doch wegen des Schnees und des Bodenfrostes konnte erst um Februar 2021 der Spatenstich vollzogen werden.

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Die Investition, die die Strandcafé GmbH und die Mettnaukur zusammen gestemmt haben, beläuft sich auf 1,9 Millionen Euro. „Ich hoffe, dass Gäste und Patienten und vor allem auch Radolfzeller das Gebäude annehmen“, so Scholz.

Der Bau des eingeschossigen Gebäudes erfolgte in Holzbauweise, wobei bei der Materialauswahl großer Wert auf regionale Gegebenheiten gelegt wurde, wie Oberbürgermeister Martin Staab während der Eröffnungsfeier sagte. An den Fenstern sei eine spezielle Beschichtung zum präventiven Vogelschutz nach neusten Erkenntnissen angebracht worden. Veranstaltungstechnik und Belüftung seien auf dem neuesten Stand.

Architekten aus Dresden sind vom Standort begeistert

Die meisten Gewerke seien an ortsansässige Unternehmen vergeben worden, einzig die Architekten hatten eine weite Anreise. Das Architektenbüro Adobe aus Erfurt hatte den Zuschlag beim 2018 durchgeführten Architekten- und Ideenwettbewerb bekommen. Architekt Matthias Schodlok zeigte sich vom Standort mehr als beeindruckt. „An solch einem Ort zu bauen, an dem es sonst nicht viel gibt, das schafft auch eine gewisse Verantwortung“, so Schodlok. Er sei froh, dass dieser aus seiner Sicht exklusive Platz mit Aussicht auch weiterhin der Allgemeinheit zur Verfügung stehe und öffentlich zugänglich bleibe. „Wir haben hier das Optimum rausgeholt“, ist sich der Architekt sicher.

OB Martin Staab erinnerte an die vielen und intensiven Diskussionen, die im Gemeinderat geführt wurden. Die Planung des neuen Tagungs- und Veranstaltungsgebäudes sei auch ein klares Signal gewesen, dass man auch politisch wolle, dass die Mettnaukur weiter bestehen bleibe und das Angebot intensiviert und gebündelt werden solle.