Noch sind alle in den Sommerferien, doch das neue Schuljahr rückt immer näher. Für Eltern, Schüler und Lehrer drängt sich damit die Frage auf: Wie wird im Herbst der Unterricht ablaufen? Wechselunterricht? Homeschooling? Auf jeden Fall wird Lüften wieder eine zentrale Rolle spielen. Denn die andere Lösung für einen sicheren Präsenzunterricht, nämlich technische Luftreiniger, wird es in einem Großteil der Klassenzimmer der Radolfzeller Schulen vorerst nicht geben. Luftreiniger sollen die gefährlichen Viren aus der Luft filtern und somit eine Ansteckung verhindern, während die Kinder zusammen im Klassenzimmer sind.

Wo man nur schwer lüften kann, sollen Luftreiniger kommen

Zwar möchte Radolfzell solche Geräte anschaffen, allerdings nur zehn Stück, wie Moritz Schade aus der städtischen Pressestelle auf Nachfrage mitteilt. Diese sollen in der Ratoldusschule in bestimmten Fachräumen für Technik und der Schulküche aufgestellt werden, dort wo das Lüften nicht möglich ist. Der Rest muss sich weiterhin an ein Lüftungskonzept halten. „Das regelmäßige Lüften der Räume über die Fenster ist wichtig, um den Austausch von Aerosolen zu verhindern“, so Schade.

Das Land hat Fördertöpfe in Millionenhöhe bereitgestellt

Finanziell wird die Anschaffung von Bund und Land unterstützt. Die baden-württembergische Landesregierung hat einen Fördertopf mit 60 Millionen Euro gefüllt, der Bund will sogar 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Stadt Radolfzell hat laut Pressesprecher Moritz Schade den Antrag auf Förderung gestellt. Wie hoch die Kosten für die zehn Geräte sein werden, könne allerdings noch nicht beziffert werden. Auch nicht, wann genau die Luftreiniger ankommen werden.

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Ob der Markt, ähnlich wie im vergangenen Sommer mit iPads und Laptops, wegen der plötzlich hohen Nachfrage durch Kommunen leergefegt sein werde, könne man außerdem auch in Radolfzell nicht vorhersagen. Man sei aber aktuell mit möglichen Lieferanten im Gespräch. Die weiteren Hygienemaßnahmen für den Schulunterricht würden von der Landesregierung vorgegeben. Am 13. September soll es eine neue Corona-Verordnung geben.