Nun sind nur noch die Mauern des Feuerwehrgerätehauses am östlichen Ortseingang von Markelfingen zu sehen, dagegen ist die alte, ausgebrannte Markolfhalle Geschichte. Sie ist in den vergangenen Wochen abgetragen worden. Lediglich ein Berg von Bauschutt erinnert an die im Jahr 1974 errichtete Halle.

Am Fasnachtsdienstag 2018 geriet die Markolfhalle in Brand, seither steht sie trotz des schnellen Einschreitens der Feuerwehr für den Sport und andere Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung. Sie hatte über Jahrzehnte das Vereinsleben in dem Ortsteil geprägt. Neben dem Schul- und Vereinssport hatte die Narrenzunft Seifensieder hier ihre Heimat. Unvergessliche Narrenabende werden viele Markelfinger in ihrem Gedächtnis behalten. Bis erneut schöne Veranstaltungen in der noch zu errichtenden Halle stattfinden, vergeht jedoch noch ein bisschen Zeit.

Im Frühjahr 2023 soll die neue Mehrzweckhalle fertiggestellt sein. Für den Bau sind im Haushalt der Stadt Radolfzell 10,2 Millionen Euro eingeplant. Die Markholfhalle wird wieder eine Mehrzweckhalle werden, was die Nutzungsmöglichkeiten gegenüber einer herkömmlichen Sporthalle mit einer 1,5-fachen Spielfläche deutlich erweitert.

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Die Hallenfläche soll 680 Quadratmeter betragen und Platz für zu 700 Personen bieten. „Wir werden wieder eine Küche und eine Bühne bekommen“, verspricht Ortsvorsteher Lorenz Thum. Noch einmal rund 1,6 Millionen Euro werden für die Sanierung des Feuerwehrhauses fällig. Damit beläuft sich die Gesamtinvestition für das Vorhaben auf 12,3 Millionen Euro.

Im Anschluss an den Hallenneubau muss das Gelände bis hinunter zur Kreisstraße modelliert werden. Die künftige Halle wird näher an die Straße rücken. Dadurch soll das Feuerwehrgerätehaus mehr Raum und das Gebäude des Musikvereins eine echte Zufahrt bekommen. Der Bolzplatz wird gedreht und etwas weiter östlich angesiedelt. Ein Abschiedsfest von der alten Markfolfhalle, die über 40 Jahre das Vereinsleben in Markelfingen mit geprägt hat, war wegen der Pandemie nicht möglich.

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Immerhin 420.000 Euro sollen als Zuschuss des Landes Baden-Württemberg in diesen Betrag einfließen. Das teilt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne) mit. Sie bezeichnet dies als tolle Neuigkeiten für den Sport in ihrem Wahlkreis, insbesondere die Vereine und Schulen würden sich darüber freuen.

Auf die Fördermaßnahmen haben sich das Kultusministerium, die Regierungspräsidien, die kommunalen Landesverbände und die drei baden-württembergischen Sportbünde verständigt. Die Landtagsabgeordnete Erikli führt weiter aus: „Neben den Sportlerinnen und Sportlern und den Vereinen vor Ort profitieren sowohl die heimische Bauwirtschaft als auch die Handwerksbetriebe von den Baumaßnahmen. Damit kommt die Förderung einer breiten Zielgruppe zugute.“

Gefördert werden die sportlichen Bestandteile

Förderfähig sind der Neubau und die Sanierung von Turn- und Sporthallen sowie von Sportfreianlagen (Sportplätze, Leichtathletikanlagen). Die Zuschüsse sind an die Voraussetzung gebunden, dass die Sportstätten vielfältig und nachhaltig genutzt werden können. Die Hallen und Anlagen sollen sowohl für den Sportunterricht als auch für den Übungs- und Wettkampfbetrieb von Sportvereinen geeignet sein. Der Fördersatz beträgt in der Regel 30 Prozent der zuschussfähigen Ausgaben.