Impftermine, Abschiede im Gemeinderat und engagierte Ministranten: Auch von März bis Mai war im vergangenen Jahr so einiges in Radolfzell und auf der Höri los -mal ernst, mal durchaus kurios. Erinnern Sie sich noch, warum eine Flagge den Kirchturm von St. Meinrad schmückte oder Einzelhändler aus dem Landkreis ein Video ins Internet stellten? Wenn Sie das und weitere Entwicklungen noch gut im Kopf haben, können Sie weiter Buchstabe für Buchstabe unserem Lösungssatz ein Stück näher kommen.

Radolfzell als Vorreiter

Mittlerweile werden in Impfstützpunkten und Arztpraxen vor allem Drittimpfungen verabreicht, vor etwa einem Jahr bemühten viele Menschen sich jedoch noch um seine allererste Impfung. Im März 2021 stellte die Stadt Radolfzell als erste Kommune im Landkreis Konstanz beim Kreisimpfzentrum in Singen und beim Sozialministerium in Stuttgart einen Antrag auf einen Gemeindeimpftag. Wie die Verwaltung damals erläuterte, sollten mobile Teams über 80-Jährige gegen Corona impfen. Wer gab damals dem SÜDKURIER gegenüber an, auf Martin Staab zugegangen zu sein und Radolfzell zu einem solchen Impftag geraten zu haben? Der richtige Lösungsbuchstabe kommt in das Feld Nummer 15.

  • Die Sprecherinnen des Radolfzeller Seniorenrats, Paula Bickel und Gabriele Vogt. Nachdem vermehrt ältere Personen auf den Seniorenrat zugegangen waren und nach Angeboten vor Ort gefragt hatten, leiteten die beiden stellvertretend das Anliegen an den damaligen OB Staab weiter. (Lösungsbuchstabe S)
  • Die Grünen-Landtagsabgeordnete Nese Erikli. Sie habe der Stadt den Gemeindeimpftag empfohlen, weil Radolfzell alle Vorgaben des Sozialministeriums erfülle. (Lösungsbuchstabe R)
  • Jürgen Keck, der bis Anfang 2021 noch Abgeordneter im Baden-Württembergischen Landtag gewesen war. Er war von mehreren Bürgern auf den langsamen Impffortschritt in der Region angesprochen worden und hatte daraufhin mit OB Staab über einen Gemeindeimpftag in seiner Heimatstadt Radolfzell gesprochen. (Lösungsbuchstabe L)
Im Mai impfte Ursaula Adam vom Impfzentrum in Singen am Gemeindeimpftag im Milchwerk. Wer hatte OB Staab zu einer solchen Aktion geraten?
Im Mai impfte Ursaula Adam vom Impfzentrum in Singen am Gemeindeimpftag im Milchwerk. Wer hatte OB Staab zu einer solchen Aktion geraten? | Bild: Jarausch, Gerald

Abschied aus dem Gemeinderat

Von gleich zwei Mitgliedern musste sich der Gaienhofener Gemeinderat im Frühjahr des vergangenen Jahres verabschieden: Christa Schuler und Bernd Sutter waren 27 Jahre lang im Amt und hatten sechs Mandate gewonnen. Auf eigenen Wunsch beendeten sie ihr Engagement im Gemeinderat. Für wie viele ehrenamtliche Arbeitsstunden dankte ihnen daraufhin Bürgermeister Uwe Eisch? Der richtige Lösungsbuchstabe kommt in das Feld mit der Nummer 20.

  • Uwe Eisch dankte ihnen für mehr als 2650 ehrenamtliche Arbeitsstunden. (Lösungsbuchstabe C)
  • Der Bürgermeister sprach seinen Dank für mehr als 5000 Arbeitsstunden aus. (Lösungsbuchstabe T)
  • Er dankte ihnen für knapp 500 Arbeitsstunden. (Lösungsbuchstabe A)
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Aktion der Einzelhändler

Ende März stellte die Radolfzeller Aktionsgemeinschaft ein Video ins Internet, in dem Einzelhändler aus Radolfzell Konstanz, Singen und Stockach auf die damalige prekäre Situation im Einzelhandel hinwiesen und für eine maßvolle Öffnung samt Anmeldung und Rückverfolgungsmöglichkeit plädierte. In dem 4.40 Minuten langen Video zeigten sich Akteure auch bei einer durchaus ungewöhnlichen Aktion. Welche war das? Der richtige Lösungsbuchstabe kommt in das Feld mit der Nummer 35.

  • Die Einzelhändler filmten sich dabei, wie sie ihre Ware an Passanten verschenkten, um zu verdeutlichen, dass die Schließung für sie ebenso schädlich war, wie ihre Artikel einfach wegzugeben. (Lösungsbuchstabe P)
  • Die Einzelhändler stiegen mithilfe einer Kletterausrüstung von außen auf den Münsterturm, um dort ein Banner mit der Aufschrift „Ohne uns findet Stadt nicht statt“ aufzuhängen. (Lösungsbuchstabe F)
  • Sie wagten sich in das fünf Grad kalte Wasser im Untersee, um zu verdeutlichen, dass dem Einzelhandel das Wasser bis zum Hals stand. (Lösungsbuchstabe U)
Bild 2: Das Jahresrückblickrätsel Teil 3: Von Corona und Engagement
Bild: Schönlein, Ute

Ministranten hissen Flagge

Aus Protest gegen ein bestimmtes Verbot veröffentlichten die Ministrantengemeischaften von St. Meinrad, Münster, St. Laurentius Markelfingen, St. Zeno Stahringen, St. Gallus Möggingen, St. Ulrich Güttingen, St. Georg Liggeringen und St. Nikolaus Böhringen eine Stellungnahme und hissten am Turm von St. Meinrad eine bestimmte Flagge. Welche war das und wogegen protestierten die Ministranten? Der richtige Buchstabe kommt in das Feld mit der Nummer 26.

  • Die Ministranten wehrten sich gegen die Haltung der katholischen Kirche, keine Frauen für ordinierte Ämter zuzulassen. Sie forderten, dass künftig auch Frauen zu Priesterinnen oder Diakoninnen werden können. Am Kirchturm hissten sie darum eine Flagge mit dem Venussymbol. (Lösungsbuchstabe R)
  • Sie wollten sich nicht damit abfinden, dass die Glaubenskongregation als eine der Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche im Vatikan den katholischen Priestern die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare abgelehnt hatte. Deshalb brachten sie an der Kirche St. Meinrad eine Regenbogenfahne an. (Lösungsbuchstabe N)
  • Die Ministranten lehnten den Zwang zum Zölibat für Priester ab und forderten, dass auch diese künftig heiraten oder in Partnerschaften leben dürfen. Dafür hissten sie eine Flagge, auf der das Wort „Zölibat“ durchgestrichen worden war. (Lösungsbuchstabe A)
Bei den Kleingärtnern in den Frankenwiesen in Böhringen herrschte im vergangen Jahr Unmut – ihnen war der Pachtvertrag gekündigt ...
Bei den Kleingärtnern in den Frankenwiesen in Böhringen herrschte im vergangen Jahr Unmut – ihnen war der Pachtvertrag gekündigt worden. Aber aus welchen Gründen war es dazu überhaupt gekommen?

Unmut bei Kleingärtnern

Im Frühjahr herrschte Unzufriedenheit im Radolfzeller Ortsteil Böhringen: Die Stadt hatte den 35 Pächtern der Kleingärten in den Frankenwiesen den Vertrag gekündigt und dies mit der Auflage verbunden, die Anlage bis zum Sommer zurückzubauen. Doch warum entschied sich die Stadt dazu? Der richtige Lösungsbuchstabe kommt in das Feld mit der Nummer 3.

  • Laut der Stadt war der Verwaltungsaufwand zu hoch und man beabsichtigte, das gepachtete Gelände nach Auslaufen des Pachtvertrags an die Erzdiözese Freiburg zurückzugeben. (Lösungsbuchstabe S)
  • Bei Bodenuntersuchungen waren in der Erde gleich mehrere schädliche Stoffe gefunden worden. Da damit eine Nutzung des Geländes als Kleingartenanlage nicht mehr möglich war, wurden die Verträge gekündigt. (Lösungsbuchstabe O)
  • Auf den Gelände sollte eine Filiale eines Schnellrestaurants gebaut werden. Dafür mussten die Kleingärten aber weichen, weshalb den Pächtern gekündigt wurde. (Lösungsbuchstabe G)

Sportverein gegen Sportverein

Eine ganz besondere Aktion hatten sich die Handballer des HSC Radolfzell überlegt. Sie forderten die Fußballer des FC 03 zu einer sportlichen Wette heraus, die an eine Spendenaktion zugunsten der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) geknüpft war. Sie behaupteten, mehr Liegestütze zu schaffen als die Konkurrenten. Doch was war der Wetteinsatz? Der richtige Lösungsbuchstabe kommt in das Feld mit der Nummer 11.

  • Die Verlierer müssen ein Jahr lang die Trikots der gegnerischen ersten Herrenmannschaft waschen, zudem müssen sie an jedem Spiel zur Unterstützung erscheinen und den Siegerverein anfeuern. (Lösungsbuchstabe R)
  • Die Gewinner werden von den Verlierern an jedem Spieltag mit Bier versorgt. Des weiteren hätten die Sportler des unterlegenen Vereins auf dem Weihnachtsmarkt als singender Engelschor auftreten müssen – durch die Corona-bedingte Absage des Marktes kam es dazu allerdings nicht. (Lösungsbuchstabe M)
  • Es gab gleich mehrere Wetteinsätze: Der Verlierer musste in den sozialen Medien bekanntmachen, dass Handballer oder Fußballer die besseren Sportler sind. Ferner musste die erste Herrenmannschaft des Verlierervereins unter anderem ein 100-Meter-Rennen auf Stöckelschuhen absolvieren und 15 Mitglieder sollten in einer Online-Live-Performance „Atemlos“ von Helene Fischer singen. (Lösungsbuchstabe N)