Arnold Kannenberg ist in der Hauptversammlung der Bürgerstiftung Radolfzell zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Der ehemalige Geschäftsführer der Hesta-Immobiliengesellschaft tritt die Nachfolge des im März verstorbenen Vorsitzenden Manfred C. Noppel an.

Lob für Noppels Leistung

Kannenberg verneigte sich in seiner Rede vor der Leistung Noppels und dessen Arbeit, die er hoch einschätze. Die Stiftungsgemeinschaft habe mit ihm einen klugen und weit denkenden Motor sowie einen wichtigen Bürger verloren, der sich für die Stadt eingesetzt hatte, so Kannenberg.

Der neue Vorsitzende wolle auf seinem Fundament aufbauen und für die Bürger der Stadt da sein. Der Stiftungsrat wählte außerdem einen neuen Finanzvorstand: Armin Frank tritt die Nachfolge von Günter Karrer an.

15.800 Euro für Projekte

Im vergangenen Geschäftsjahr unterstützte die Stiftung mit insgesamt 15.800 Euro mehrere Projekte. Je 3000 Euro erhielten der Jugendgemeinderat für sein Holzhütten-Projekt sowie der Trachtenverein für den Druck einer Schrift.

Mehr als 5200 Euro flossen in das Hauptprojekt der Stiftung: die Bereitstellung lebensrettender Defibrillatoren. Obzwar der öffentlich zugängliche Defibrillator am Bahnhof erneut entwendet und in ein Gebüsch geworfen wurde, wolle die Stiftung die Aktion fortführen. Bürgermeister Martin Staab will bei der Deutschen Bahn erreichen, dass der Standort mit einer Kamera überwacht wird, die an das Videonetz der Unterführung angeschlossen werden soll.

Schwimmkurs und Bürgerwald

Die Hauptversammlung sprach sich für die Förderung eines Schwimmkurses für die Radolfzeller Kinder und außerdem für die Anpflanzung eines Bürgerwaldes aus. Die Big Band der Bundeswehr habe erneut ihre Unterstützung der Stiftung mit einem Auftritt in Radolfzell signalisiert, so der zweite Vorsitzende, Oliver Preiser. Die Band wolle im nächsten Jahr gegebenenfalls mit der größten Freiluftbühne Europas für ein Open Air Konzert nach Radolfzell kommen.

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Das Stiftungskapital hat sich seit der Gründung vor sieben Jahren von 70.450 Euro auf 545.000 Euro erhöht, wobei rund 370.000 Euro in Wertpapieren angelegt sind.