Wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt die Polizei gegen einen 58-jährigen Mann, der am Montag gegen 23.15 Uhr in der Schützenstraße zwei Polizeibeamtinnen und einen zur Hilfe eilenden Zeugen verletzt haben soll. Dies teilte die Polizei mit. Eine Polizistin sei vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht worden. Sie soll durch den Vorfall vorübergehend dienstunfähig sein.

Ein Anrufer soll der Polizei einen Hinweis auf den alkoholisierten Mann beim Outlet-Center gegeben haben, der anscheinend hilfsbedürftig gewesen sein soll. Als zwei Polizeibeamtinnen nach dem Wohlergehen des Mannes schauten und ihn nach seinen Personalien fragten, soll dieser sofort beleidigend geworden sein und die Beamtinnen unvermittelt mit Faustschlägen attackiert haben.

Mann schlägt Polizeibeamtin ins Gesicht

Eine Polizistin, die zweimal massiv im Gesicht getroffen worden sein soll, soll deswegen zu Boden gefallen sein. Ein 21-jähriger Zeuge habe dies laut Polizeibericht beobachtet und soll der zweiten Beamtin zur Hilfe geeilt sein. Gemeinsam hätten sie den 58-Jährigen, der sich dauernd widersetzt haben soll, bis zum Eintreffen weiterer Streifen fixieren.

Hierbei soll der 58-Jährige dem Zeugen in den Finger gebissen haben. Da sich der bisher unbescholtene Mann nicht habe beruhigen lassen und weiter heftige Gegenwehr geleistet haben soll, sollen die Beamten ihn vorläufig festgenommen und ihn zum Polizeirevier gebracht haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sei durch einen hinzugerufenen Arzt eine Blutprobe entnommen worden sein. Anschließend sollen sie ihn in eine Gewahrsamseinrichtung gebracht haben.

Angriff ist kein Einzelfall mehr

Beide eingesetzten Polizeibeamtinnen sollen Prellungen und Schürfwunden erlitten haben. Solche Gewalt, selbst gegen Polizistinnen, sei kein Einzelfall teilt die Polizei weiter mit. Genau zu selben Zeit habe im Kreis Rottweil ein 40 Jahre alter Mann im Alkoholrausch einen Polizisten angegriffen und auch seinen Streifenpartner verletzt.

Auch in Radolfzell soll es erst vor wenigen Tagen bereits schon einmal zu einem Übergriff eines 21-Jährigen gekommen sein, der Polizeibeamte zunächst grundlos beleidigt und dann einem Beamten ins Gesicht geschlagen haben soll. Erst am letzten Wochenende soll ein Mann einem Beamten der Bundespolizei in den Finger gebissen haben.

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Nicht erst seit den Vorfällen in Stuttgart registriere das Polizeipräsidium Konstanz eine erhöhte Gewaltbereitschaft beim polizeilichen Gegenüber. Die Fallzahlen bei der Gewalt gegen Polizeibeamte würden stetig ansteigen, zuletzt um elf Prozent im Bereich des Präsidiums Konstanz, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Ursachen seien vielfältig.

Oft sei es übermäßiger Alkoholgenuss, aber auch Respektlosigkeit, Wichtigtuerei und Frust, der an den Beamten ausgelassen werde. Über die Konsequenzen, die bei der juristischen Verfolgung bei solchen Taten drohen, seien sich viele im Vorfeld nicht bewusst.

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