Die Bengelschiesser-Zunft muss zum dritten Mal ihre große Jubiläumsparty absagen. Eigentlich hatte der Böhringer Narrenverein gehofft, nach der zweiten von Corona geprägten Fasnet diesen Monat ihre bereits zweimal verschobene große Jubiläumsparty zum 111. Schnapszahl-Jubiläum nachholen zu können.

Doch zuerst blieb lange ungewiss, wie viele Besucher in die Mehrzweckhalle gelassen werden dürfen, was die Finanzierbarkeit der großen Veranstaltung mit einer bekannten Partyband in Frage stellte, und dann kam die Ankündigung, dass die Halle als Unterkunft für die Ukraine-Flüchtlinge vorgesehen ist. „Es fehlt einfach an Planungssicherheit, und ob wir 2023 eine Hallenfasnacht machen können, weiß derzeit noch niemand“, so Elferrat Thomas Giesinger jüngst bei der Generalversammlung. Erfreulich sei aber, dass die Motivation der Mitglieder, nicht gelitten habe.

Es gibt viele helfende Hände

Die Fasnet und das Mostfest 2021, so Giesinger, hätten gezeigt, dass viele helfende Hände da sind und der Verein trotz aller Widrigkeiten sowohl gut planen und vorbereiten als auch fröhlich feiern könne. All das habe den Schmotzigen Dunschdig für viele zu einem schönen Erlebnis gemacht.

Umso mehr freue man sich nun auf ein großes Wiedersehen mit der Bevölkerung beim Maihock am Samstag, 30. April, kündigte Elferratskollegin Claudia Dietsche an. „Das Organisieren macht schon im Vorfeld viel Spaß. Man merkt, die Mitglieder sind heiß auf das Fest und viele im Dorf wollen kommen.“

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Bereits 2018 und 2019 fand das Maifest großen Zuspruch bei den Böhringern. Die Holzer stellen den Maibaum am Samstag, 30. April, am Rathaus. Gefeiert wird von 15 bis 20 Uhr rund um den Narrenbrunnen. Gegen 15.30 Uhr treffen die Schnooke-Viehlharmoniker ein und wollen zünftig einheizen. Für die Kinder gibt es eine Schokokuss-Schleuder, eine Wurfwand und Zuckerwatte. Der Narrenverein freut sich über viele Besucher, die den Maibaum bewundern, loben und ein paar gesellige, unbeschwerte Stunden in der Dorfgemeinschaft verbringen.