Es ist ein Termin, den der Turnverein Güttingen bereits seit einer ganzen Weile plant: Im November steht an gleich mehreren Tagen eine Turngala in der Buchenseehalle an – endlich, denn die Veranstaltung hätte eigentlich schon viel früher stattfinden sollen. „Die letzte war 2018 und wir machen sie eigentlich alle zwei Jahre“, erklärt Oberturnwart Konrad Wiggenhauser.

Doch 2020 machte Corona das Vorhaben unmöglich. Nachgeholt werden sollte die Gala darum im November 2021, aber auch da ließ die Pandemie sie nicht zu. „Wir haben es dann rechtzeitig wieder abgesagt“, so Wiggenhauser. Nun wagt der Verein den dritten Anlauf.

Training beginnt später als sonst

Die Vorbereitungen für die Turngala laufen bereits, auch wenn sie später angefangen haben als bei vergangenen Terminen. „Sonst haben wir schon in den Sommerferien angefangen“, erklärt der Oberturnwart, nun ging es erst im Herbst los. Trainiert wird nicht nur zu den üblichen Trainingszeiten, sondern zusätzlich auch am Wochenende. Denn nicht alle Gruppen, die zusammen auftreten, sind sonst gleichzeitig in der Halle.

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Zumindest für das Programm war mehr Zeit, wie Konrad Wiggenhauser verrät. Denn für den ursprünglichen Termin 2020 sei bereits das Grundkonzept vorbereitet worden, „das ist so stehen geblieben“.

Oberturnwart Konrad Wiggenhauser
Oberturnwart Konrad Wiggenhauser | Bild: Marinovic, Laura

An der Turngala sind über 100 Menschen beteiligt. Auftreten sollen nicht nur Gruppen aus dem TV Güttingen. Konrad Wiggenhauser erklärt, dass üblicherweise auch befreundete Gruppen eingeladen werden. Wer das in diesem Jahr sein wird, stünde aber noch nicht ganz fest.

Drei bis vier Termine geplant

Klar ist schon, dass die Turngala an mindestens drei Tagen aufgeführt werden soll. Ein vierter Termin sei angedacht, steht aber noch nicht fest. Grund für die Wiederholungen sei, dass der Andrang in der Vergangenheit immer sehr groß gewesen sei: „Bisher ist unsere Halle fast aus allen Nähten geplatzt“, erinnert sich der Oberturnwart. Mit mehreren Terminen seien auch mehr Zuschauer möglich.

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Auftritte schweißen zusammen

Die Freude beim Verein, wieder gemeinsam eine Show auf die Beine zu stellen, ist groß. „Das ist ein schönes Erlebnis, das schweißt den Verein zusammen“, so Konrad Wiggenhauser. Und: „Die jungen Mitglieder, die zum ersten Mal mitmachen dürfen, waren früher schon als Zuschauer dabei. Die freuen sich, jetzt selbst teilnehmen zu dürfen.“

Zudem hilft die Turngala dem Verein finanziell. „Das ist eine Einnahmequelle, die uns jahrelang fehlte“, sagt Wiggenhauser. Dafür investiert der Verein viel Aufwand: Nicht nur mit dem Training, sondern auch bei den Kostümen, die gekauft oder von Müttern genäht werden. Auch die Licht- und Tontechnik, die von einer Firma gestellt wird, sei sehr aufwändig.

Planungen laufen unabhängig von Corona

Was, wenn im Winter doch noch Corona-Einschränkungen kommen und dem Verein einen Strich durch die Rechnung machen? Daran will Konrad Wiggenhauser gar nicht denken. Es werde jetzt alles für ein Szenario ohne Beschränkungen geplant und vorbereitet, sagt er. Notfalls gäbe es aber vielleicht die Möglichkeit, die Aufführung mit Masken zu machen.

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