Wenn zur Zeit einzelne Bushaltestellen nicht am angestammten Platz in Radolfzell angefahren werden, liegt das am Umbau zu behindertengerechten Einstiegsmöglichkeiten. Zu beobachten ist das in diesen Tagen in der Teggingerstraße, wo die Fußgänger nicht so genau wissen, ob sie auf der Seite der alten Post oder des Stadtgartens besser an den Baustellen vorbeikommen. Aber der Stadtbus, der fährt.

Verlängerung der Konzession

Und er fährt noch bis Ende des Jahres 2024 zu den gleichen Bedingungen. Die Stadtwerke haben einen Konzessionsvertrag mit der Südbadenbus GmbH, die hat den Stadtbusverkehr in Radolfzell mit Beginn des Jahres 2020 an die Behringer GmbH Verkehrsbetriebe mit Sitz im Klettgau übergeben. Hintergrund war: Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn (Südbadenbus) zeigte kein Interesse mehr am Regionalbusverkehr im Kreis Konstanz und dann auch am Stadtbusverkehr in Radolfzell. Der Konzessionsvertrag läuft eigentlich nur bis Ende 2023, wird nun aber bis Ende 2024 verlängert, wie der Ausschuss Planung, Umwelt und Technik beschlossen hat.

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Die Modernisierung der Stadtbusflotte und die Umstellung auf klimafreundliche Antriebsarten wie Elektro- oder Wasserstoffantrieb wird auf frühestens Januar 2025 verschoben. Die Stadtverwaltung begründet die Verzögerung mit der steigenden Nachfrage nach diesen Antriebstechniken. Dadurch hätten sich die Bestellfristen verlängert. Dazu kämen Lieferengpässe einzelner Zulieferteile. „Dies war bei Beginn der Ausschreibungsvorbereitung weder für den Dienstleister noch für die Verwaltung erkenn- und erwartbar“, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung.

Nahverkehrskonzept ist in Arbeit

Man habe frühzeitig mit der Erstellung eines Nahverkehrskonzeptes als Grundlage für die Ausschreibung des Stadtbusses für den Zeitraum 2024 bis 2034 begonnen. Ein Nahverkehrsplanungsbüro habe einen Zeitplan mit ausreichendem Zeitpuffer erstellt. Aufgrund der Corona–Pandemie hätte aber das Verfahren immer wieder unterbrochen werden müssen und der Zeitplan sei nun nicht mehr haltbar, so die Stadt.