Keine Menschenansammlungen, kein Feuerwerksverkauf, Sperrstunde – Silvester wird in diesem Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden können. Erneut sorgt die Corona-Pandemie für Einschränkungen, erst Anfang der Woche wurde die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg verschärft. Die Stadt Radolfzell hat aufgrund der landesweit geltenden Regeln per Allgemeinverfügung die Verkehrs- und Begegnungsflächen sowie sonstigen öffentlichen Orte in Radolfzell festgelegt, für die an Silvester bestimmte Verbote gelten.

Wo das Verbot gilt und wo nicht

Demnach wird an Silvester sowie an Neujahr der Ausschank und Konsum von Alkohol sowie das Abbrennen von Pyrotechnik an Verkehrs- und Begegnungsflächen und sonstigen öffentlichen Orten in der historischen Altstadt – umgrenzt durch die Teggingerstraße, die Fürstenbergstraße, den Luisenplatz, die Scheffelstraße, die Klostergasse, den Bahnhofsvorplatz inklusive des ZOB, der Friedrich-Werber-Straße inklusive der südlich anschließenden Parkplätze, der Forsteistraße, Untertorstraße, Brühlstraße und Bismarckstraße – verboten.

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Die gleiche Beschränkung gilt auf dem René-Moustélon-Platz zwischen der Teggingerstraße und der Markthallenstrasse, am Seeufer in der Karl-Wolf-Straße von der Südbrücke bis zur Zeppelinstraße inklusive Konzertsegel und Mole, in allen Strandbädern und allen öffentlichen Sportstätten und -anlagen, auch in den Ortsteilen. Ausnahmen bilden Teilflächen oder Bereiche, die durch Abgrenzung, etwa Zäune, nicht für jeden zugänglich sind, beziehungsweise „nicht als Teil des öffentlichen Verkehrsraumes anzusehen sind“.

Mit Sekt auf das neue Jahr anstoßen? Das ist nicht überall erlaubt.
Mit Sekt auf das neue Jahr anstoßen? Das ist nicht überall erlaubt. | Bild: Marinovic, Laura

Es gibt auch ein Verweilverbot

Zwischen dem 31. Dezember um 15 Uhr und dem 1. Januar um 9 Uhr gilt an den zuvor genannten Flächen zudem ein Verweilverbot für Gruppen von mehr als zehn Personen. Ausgenommen sind laut der Stadtverwaltung „Ansammlungen im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung sowie Dienstausübung der Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.“

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Die Stadtverwaltung weist außerdem darauf hin, dass gemäß der Corona-Bestimmungen von Land und Bund ein Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk gilt. Auch Pyrotechnik, die bereits zuvor bestellt wurde, dürfe nicht mehr ausgeliefert werden. Aus anderen Ländern dürfe zugelassenes Feuerwerk nach den zollrechtlichen Bestimmungen eingeführt werden.

Was das Land noch verbietet

Zudem gelte in der Silvesternacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar in gastronomischen Betrieben eine Sperrstunde zwischen 1 und 5 Uhr. Aber: „Der Außer-Haus-Verkauf und die Abholung von Getränken und Speisen ausschließlich zum Mitnehmen sind ohne Zutrittsbeschränkungen möglich.“ Sowohl für geimpfte, als auch genesene Personen gibt es zudem Kontaktbeschränkungen.

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Mit den Verboten sollen laut der Mitteilung verhindert werden, dass die Kapazitäten von Krankenhäusern durch „silvestertypische Verletzungen“ weiter belastet werden. Auch soll das Ansteckungsrisiko durch Menschenansammlungen verringert werden.

Des weiteren verweist die Stadtverwaltung auf das Sprengstoffgesetz, wonach das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- oder Altersheimen sowie besonders empfindlichen Gebäuden oder Anlagen verboten ist.