Es hat sich fast schon eine gewisse Routine eingestellt. Bereits zum dritten Mal beginnen für die Schülerinnen und Schüler am Friedrich-Hecker-Gymnasium heute die Abiturprüfungen unter Pandemiebedingungen. Kein Jahrgang zuvor hat so lange mit Fernunterricht, Abstand, Masken und Tests den Schulalltag bestreiten müssen. Die gesamte Zeit ihrer Oberstufe haben die 45 Abiturienten mit Einschränkungen durch das Virus erlebt.

Keine Einschränkungen mehr durch Corona-Maßnahmen

Doch zur Prüfung sind viele davon gefallen. „Dieses Jahr kann das Abitur fast unter Normalbedingungen stattfinden“, sagt Anne Doll, die stellvertretende Schulleiterin des Friedrich-Hecker-Gymnasiums. Da es für den Schulbetrieb keine Test- oder Maskenpflicht mehr gebe, müssten die Abiturienten nur noch auf Abstand achten. „Aber viele Schüler und auch fast alle Lehrkräfte tragen weiterhin im Unterricht die Maske“, berichtet Anne Doll.

Das könnte Sie auch interessieren

Eigentlich hat das Abitur bereits am Montag, 25. April, angefangen. Aber seit wenigen Jahren beginnen die Prüfungen nicht mehr klassisch mit dem Deutschabitur. In diesem Jahr machten die Fremdsprachen Spanisch, Portugiesisch und Italienisch den Auftakt, doch am Friedrich-Hecker-Gymnasium ist keiner dieser Kurse in diesem Jahrgang angeboten worden. Los geht es also in Radolfzell mit Sport, Bildende Kunst und Gemeinschaftskunde am Dienstag, 26. April. Das Deutschabitur folgt am Mittwoch, 27. April. Die letzte Prüfung, das Französisch-Abitur am Radolfzeller Gymnasium findet am 5. Mai statt. Der reguläre Unterricht für die Abiturienten geht am 11. Mai weiter, erläutert die stellvertretende Schulleiterin.

Schüler machen sich Gedanken über eine Infektion

Doch auch ohne Test- und Maskenpflicht spielte das Thema Infektionsschutz für die Jugendlichen eine Rolle, sagt Anne Doll. Die Sorge, sich noch so kurz vor den Prüfungen während der Osterferien mit Corona anzustecken, habe die jungen Menschen durchaus beschäftigt. Die Bereitschaft, noch zwei Wochen auf Urlaub, Freunde und Feiern zu verzichten, um keine Infektion zu riskieren, sei bei vielen Schülern groß gewesen. Doch falls sich ein Schüler kurz vor der Prüfung doch angesteckt haben sollte, gebe es noch einen Nachholtermin Mitte Mai.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie der Jahrgang zuvor erhält auch diese Abschlussklasse ein Entgegenkommen vom Bildungsministerium. Für die Lehrer gibt es eine größere Auswahlmöglichkeit an Aufgaben, aus denen sie die Prüfungen zusammenstellen können. „So soll kein Nachteil entstehen, falls manche Themen im Unterricht wegen der Coronamaßnahmen etwas zu kurz gekommen sind“, erklärt Anne Doll.

In der Klasse herrscht Aufbruchsstimmung

Und wie geht es den Schülerinnen und Schülern so kurz vor der Prüfung? „Man spürt eine gewisse Aufbruchsstimmung. Alle sind froh, dass es endlich los geht und alle planen ihre Zukunft“, beschreibt die stellvertretende Schulleiterin. Auch wenn die Pandemie bei dem ein oder anderen Spuren hinterlassen haben, aber dies sei sehr unterschiedlich, so ihre Beobachtungen. Die Vorbereitungen für den Abi-Ball und die Abschlussfeier liefen ebenfalls bereits auf Hochtouren. Die Gymnasiasten hoffen, anders als die vorherigen Corona-Jahrgänge, wieder mit zahlreichen Gästen und ausgelassener Stimmung feiern zu können.