Die Stadtverwaltung hat jetzt eine Liste vorgelegt, an welchen Standorten sie bezahlbaren Wohnraum und die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge umsetzen will. Heute soll der Gemeinderat in seiner Sitzung um 18 Uhr im Bürgersaal über die Vorschläge diskutieren. An 13 Standorten sollen dezentral Wohneinheiten für finanziell schwächer gestellte Menschen und Familien gemischt mit der Möglichkeit zur Anschlussunterbringung von Geflüchteten entstehen. Durch den Bau von Wohnungen in Modulbauweise auf einem Teil der Standorte werde auch dem Antrag der Freien Wähler Rechnung getragen, zwanzig Einfachstwohnungen zu schaffen, so die Beschlussvorlage der Verwaltung. Am Standort Strandbadstraße/Spielplatz will die Stadt im Bereich der Parkplätze ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten zur Realisierung von bezahlbarem Wohnraum ohne Anschlussunterbringung erstellen.

Hier die Vorschläge für bezahlbaren Wohnraum und Anschlussunterbringung mit der Zahl der dafür vorgesehenen Wohneinheiten:

  • Quartiersplatzrandbebauung Stadterweiterung Nord, 35 Wohneinheiten;
  • Stadterweiterung Nord, zweiter Bauabschnitt, 21 Wohneinheiten;
  • Ecke Ostlandstraße/Schlesierstraße drei Wohnmodule mit je drei Geschossen und insgesamt 18 Wohneinheiten;
  • Am östlichen Rand des Parkplatzes Friedrich Hecker-Gymnasium sind zwei Module über drei Geschosse und zwölf Einheiten geplant, 21 Stellplätze entfallen;
  • Quartier Josef-Bosch-Straße, zweiter Bauabschnitt, mindestens 17 Wohneinheiten;
  • Neubaugebiet Hübschäcker in Böhringen, elf Wohneinheiten in den geplanten drei Mehrfamilienhäusern;
  • Neubaugebiet im Tal in Markelfingen, mindestens zehn Wohneinheiten auf vier Mehrfamilienhausgrundstücken;
  • Fritz-Kleiner-Straße in Böhringen, 18 Wohneinheiten in zwei Entwicklungsstufen;
  • Neubaugebiet Stürzkreut Süd, mindestens acht Wohneinheiten in vier Mehrfamilienhäusern;
  • Schoch-Areal in der Stockacher Straße, mindestens elf Wohneinheiten;
  • Flurstück 2230 in Stahringen, vier Wohneinheiten in Modulbauweise.

Alternativ soll in Böhringen zur Beschaffung von erschwinglichem Wohnraum im Baugebiet Hübschäcker die Weiterentwicklung an der Ecke Freiherr-vom-Stein-/St.-Nikolaus-Straße (sechs Wohneinheiten in einem Modul) erfolgen. In Möggingen soll der Standort neben dem Rathaus (auch sechs Wohneinheiten) in die Liste aufgenommen werden.

Die Stadtverwaltung hat einen Bürger­informationsabend zum Thema "Bau von sozialem Wohnraum in Radolfzell" geplant. Der Termin ist schon einen Tag nach der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch, 25. Juli, um 19 Uhr, im kleinen Saal im Milchwerk Radolfzell.