Ungefähr mein ganzes Leben hat mich mein Hund Lucky begleitet, bis ihn vor einigen Jahren mehrere bösartige Tumore von mir trennten. Als ich vier Jahre alt war, entschieden sich meine Eltern, einen Labrador-Retriever zu uns zu holen. Seitdem war er wie ein Bruder für mich. Wir spielten, gingen spazieren und ich erzählte ihm nach der Schule von meinem Tag. Hin und wieder stritten wir auch: Er war sauer, wenn ich vergaß, ihn um 17 Uhr zu füttern. Ich war sauer, wenn er wieder mal meine Klamotten zerstörte.

Der Abschied war tränenreich

Die Zeit mit ihm war so schön, dass niemand mich auf den Moment vorbereiten konnte, als Lucky starb. Zahlreiche Operationen bewirkten nur eins: Lucky wurde immer schwächer und der Kerbs immer stärker. Letzten Endes fragte mich meine Mutter, ob es okay für mich sei, wenn wir ihn einschläfern ließen und ich sagte Ja. Alles war besser, als zusehen zu müssen, wie der einst aufgedrehte, glückliche Hund bei jeder Bewegung litt. Ich war in der Schule, als meine Mama mir die Nachricht schickte: „Er ist eingeschlafen.“ Direkt brach ich vor all meinen Freunden in Tränen aus.

Das Zuhause ist auf einmal so leer

Als ich dann nach Hause kam, bellte niemand, während ich den Schlüssel ins Schloss steckte, und kein schwanzwedelnder Hund wartete in der Tür. Noch Tage später realisierte ich nicht, dass Lucky nie wieder schnarchen würde, während wir auf dem Sofa sitzen. Mit ihm verließen uns nach und nach die Hundehaare auf dem Teppich, der Geruch nach Hundefutter und das Gefühl, von einem Tier bedingungslos geliebt zu werden.

Tierärztin nahm Entscheidung ab

Wir hatten die Entscheidung, was aus ihm nach seinem Tod werden sollte, der Tierärztin überlassen, da keiner von uns einen klaren Gedanken fassen konnte. Im Garten wollten wir ihn nicht vergraben und auch eine Urne schien uns nicht passend. Wir brauchten kein Kreuz oder seine Asche auf dem Kamin, um uns an Lucky zu erinnern.

Noch jetzt meine ich manchmal, wenn ich die Tür aufschließe, seine Pfoten auf dem Laminat zu hören. Sobald ich ein Fotoalbum in der Hand halte, muss ich automatisch lachen. Für mich verließ uns an diesem Tag nicht irgendein Tier, das sich jederzeit ersetzen ließ, sondern mein Freund, mein ständiger Begleiter und ein wichtiges Familienmitglied. Dass ein Hund unser Leben so bereichern kann, hätten wir nie gedacht.