Radolfzell-Stahringen – Am Bahnhofsplatz in Stahringen, auf dem Platz, der heute eher trostlos wirkt und vorwiegend als Buswendestelle genutzt wird, soll die neue Dorfmitte entstehen. Oberbürgermeister Martin Staab begrüßte die Bürger zum Bürgerworkshop. "Ziel des heutigen Workshops ist es, die Konzepte des beauftragten Planungsbüros zu diskutieren und zu verfeinern", sagte Martin Staab. Der Workshop sei ein wichtiger Schritt, um das Projekt innerhalb von zwei Jahre zum Abschluss zu bringen. Voraussetzung hierfür sei, dass der Gemeinderat den Haushaltsplan genehmige.

Ein Platz für alle Stahringer

Thomas Nöken, Leiter des Baudezernats, stellte mit Henryk Haberl vom Fachbereich Freiraumplanung und Gewässer sowie Mitarbeitern des beauftragten Planungsbüros freiraum werkstatt das Konzept vor. Der Dorfplatz soll ein "identifikationsstiftender Platz für alle Stahringer werden" und alle Altersgruppen ansprechen. Das Konzept sieht jeweils einen Bereich für Kinder und Jugendliche vor sowie einen Mehrgenerationenbereich und eine offene Fläche für Dorffeste. "Zu einem Dorfplatz gehört ein Dorfbaum – hier könnte schon bald eine Linde stehen und Bürger können im Schatten auf Holzbänken verweilen", erläuterte Nöken.

Der Entwurf muss für alle passen

In vier Arbeitsgruppen diskutierten rund 40 Bürger mit den Experten die Pläne. Von Nützlichem wie Toiletten, Wasser- und Stromanschluss bis hin zu einem Bouleplatz und Backhäuschen, einer Kletterwand oder Grillstelle – reichten die Ideen, wie der Dorfplatz für alle zu einer belebten Dorfmitte werden kann. Alle Arbeitsgruppen waren sich einig, dass der vorgestellte Entwurf den Bedürfnissen aller Altersgruppen gerecht wird.

Was gibt's für Kinder und Jugendliche?

Die Arbeitsgruppe für den Kinderbereich äußerte den Wunsch, einen Brunnen zu integrieren, schließlich habe das Element Wasser eine magische Anziehungskraft auf Kinder. Für die Jugend war hingegen das Thema Sport sehr wichtig, sie wünscht sich eine Boulderwand und eine Grillstelle. Die Vertreter der Vereine, die alle Feste künftig auf dem Dorfplatz ausrichten werden, stellten in ihrer Arbeitsgruppe sicher, dass sie die nötige Infrastruktur bekommen. Aus dieser Gruppe stammte die Idee, den Platz mit einem "Regiomat" auszustatten. Hier könnten sich Besucher mangels Dorfwirtschaft mit Getränken und regionalen Snacks versorgen. Auch die von Katja Kromrey im Namen der Arbeitsgruppe "Mehrgenerationen" vorgestellte Idee eines Backhäuschens fand Anklang.

Die Anwohner sollen Schutz bekommen

Auch das Thema Lärmbelästigung wurde diskutiert. Schließlich grenzt der Dorfplatz an die Bahnlinie und sollte durch einen Schallschutz abgegrenzt werden. Genauso soll auf die Bedürfnisse der Anwohner Rücksicht genommen werden. "Die Tendenzen sind klar geworden, wir haben einen klaren Auftrag, wie das Konzept verfeinert werden kann", fasste Thomas Nöken zusammen. Nun hofft der Ortschaftsrat mit allen Stahringern, dass auch der Gemeinderat die Pläne positiv bewertet.