„Angekommen!“, twitterte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Donnerstag kurz nach dem Andocken eines russischen Frachters an der ISS. Mit dem Programm „Icarus“ wollen Forscher unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell die Wanderungen von Tieren beobachten. Ein Computer dazu war bereits 2017 zur ISS gebracht worden.

 

 

Die jetzt zur Raumstation transportierte Antenne soll am 8. August 2018 an der ISS montiert werden - von zwei russischen Kosmonauten. Die Antenne soll bei ihrem Flug rund 400 Kilometer über dem Globus Daten von Kleinsendern sammeln, die an Tieren befestigt sind. Die Sender wiegen wenige Gramm und sind etwa so groß wie ein Daumennagel. Es gehe darum, das Schwarmverhalten zu verstehen, sagte Martin Wikelski, Leiter des Max-Planck-Instituts.

Die Daten sollen beim Tierschutz helfen. Die Forscher erhoffen sich zudem Aufschluss über Klimawandel, drohende Katastrophen wie Erdbeben sowie über Krankheiten, die auch Menschen gefährlich werden könnten.

Testobjekt: Hier liegt das Modell der Icarus-Antenne am 20. Oktober 2016 vor dem Thermalbad in Konstanz in einem Kleinbus, während Schüler im Hintergrund einen Wissenschaftler dazu befragen. Den Schwebetest hat das Modell später bestanden. Bild: dpa
Testobjekt: Hier liegt das Modell der Icarus-Antenne am 20. Oktober 2016 vor dem Thermalbad in Konstanz in einem Kleinbus, während Schüler im Hintergrund einen Wissenschaftler dazu befragen. Den Schwebetest hat das Modell später bestanden. Bild: dpa | Bild: Felix Kästle (dpa)

Der Raumfrachter war vor zwei Tagen von Baikonur (Kasachstan) zum Außenposten der Menschheit gestartet. Die „Progress MS-08“ brachte auch mehr als zwei Tonnen Nachschub für die Besatzung ins All. Auf der ISS arbeiten drei US-Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner.