Der Zaun an der Teggingerschule ist schon länger beschlossenen Sache, dennoch bestand im Ausschuss für Planung, Umwelt und Technik noch reichlich Gesprächsbedarf. Denn während die Verantwortlichen der Schule und des Elternbeirates mit einem einfachen Stabgitterzaun auf Schnelligkeit setzen wollen, brachte die Bauverwaltung einen hochwertigen Flachstahlzaun ins Spiel.

Stahlgitter- oder Flachstahlzaun?

Der Unterschied: Diese Variante setzt sich aus einer Kombination aus Stahlgitterzaun im Bereich des rückwärtigen Schulhofes sowie im Bereich der Tegginerstraße und dem René-Moustelon-Platz aus hochwertigem Flachstahlzaun zusammen. Laut Sitzungsvorlage solle er durch eine Bepflanzung ein attraktives Stadtbild garantieren. Der Leiter der Teggingerschule Norbert Schaible hatte die Kosten für die einfachere Variante jüngst mit 70 000 Euro beziffert. Laut Stadtverwaltung würde die hochwertigere Lösung noch einmal 38 000 Euro zusätzlich kosten. Oder wie Oberbürgermeister Martin Staab es formulierte: „Dies ist ein charmanter Versuch der Bauverwaltung, um eine Mittelerhöhung zu betteln.“ Soll heißen: In der Stadtverwaltung wolle man anstatt auf Geschwindigkeit auf Attraktivität setzen.

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Siegfried Lehmann von der Freien Grünen Liste sprach sich für eine Mittelerhöhung aus. Er bezeichnete einen Stahlgitterzaun als Katastrophe. „Wir haben mit der Teggingerschule ein schönes und geschichtsträchtiges Gebäude in der Innenstadt. Mit einem Stahlgitter vornedran sieht es aus, als ob die Kinder in den Knast gehen“, sagte er. Walter Hiller von den Freien Wählern sieht das anders: Er appellierte den Wunsch der Schulleitung, Lehrer und Eltern Folge zu leisten: „Die Schule bitte angesichts der derzeitigen Lage für eine schnelle Lösung.“ Er hoffe deshalb auf eine Realsierung in den Herbstferien. Auch Lorenz Thum (CDU) sprach sich für die Stahlgittervariante aus. Dazu habe ihn ein Gespräch mit der Elternbeiratsvorsitzenden der Teggingerschule geführt: „Dort wurde mir versichert, dass die Kinder und deren Eltern den Zaun selber gestalten werden.“

1,80 Meter sollen den Schulhof schützen

Am Ende wurde es die Stabgittervariante. Der Antrag von Siegfried Lehmann fand im Gremium keine Mehrheit. Die Planung sieht nun vor, das ganze Schulgebäude zu umzäunen. Bis auf den Frontbereich des Altbaus, der sich zur Teggingerstraße hinerstreckt, wird überall ein 1,80 Meter hoher Zaun errichtet. Der jetzige Zierzaun solle dort laut städtischer Pressestelle aber bestehen bleiben.

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