Unter dem Motto „Alles Walzer“ spielt die Südwestdeutsche Philharmonie unter der Leitung von Markus Huber am Samstag, 29. Februar, ab 19.30 Uhr im Milchwerk Radolfzell Werke von Dimitri Schostakowitsch, Richard Strauss und Erich Wolfgang Korngold. Dies kündigt die Philharmonie in einem Pressetext an.

Eine Hauptrolle für die Pauke

Pianist des Abends ist Herbert Schuch, und der Solo-Pauker der Südwestdeutschen Philharmonie, Paul Straessle, präsentiert die neuen Pauken der Philharmonie: Auf dem Programm steht „Burleske“ von Richard Strauss, und dieses Stück bietet der Pauke – einem Instrument, dass selten solistisch zur Geltung kommt – besonderen Raum. Anlass dafür ist die Anschaffung neuer Pauken, die durch die Unterstützung des Freundeskreises der Philharmonie und der Messmer-Stiftung Radolfzell möglich war.

Mit Dimitri Schostakowitsch‚ Suite aus der Operette „Moskau, Tscherjomuschki“ beinhaltet das Programm eine echte Rarität: Schostakowitsch‘ einzige Operette, und Zeugnis seiner Kunst, großartige Unterhaltungsmusik schreiben zu können.

„Straussiana“ von Korngold

Neben Richard Strauss avancierte Erich Wolfgang Korngold im frühen 20. Jahrhundert zum meist gespielten Opernkomponisten Österreichs und Deutschlands. Beide verband ein Faible für den Wiener Walzer. Korngold, der auf Einladung des Regisseurs Max Reinhardt 1934 nach Hollywood reiste, wurde in den folgenden Jahren zu einem der gefragtesten Filmkomponisten Hollywoods und setzte mit seiner Arbeit neue Maßstäbe für die damalige Filmmusik.

Bei allem Glanz, den das Wort Hollywood zu verbreiten scheint, steht es auch für ein Künstlerleben, das von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts zerrissen wurde, und das am Ende nie wieder so recht in den Tritt kam, in dem es einst triumphal losmarschiert war. Mittlerweile widerfährt dem österreichisch-jüdisch-amerikanischen Komponisten-Genie Korngold endlich die Ehre, die ihm gebührt, und seine Werke werden wieder mehr gespielt.

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„Straussiana“ ist eine Hommage an Johann Strauss (Sohn), jenen Komponisten, der gemeinhin als der Walzerkönig gilt und eine Reminiszenz an Korngolds Jugend in Wien. Den Abend beschließt die Suite für Orchester aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Es ist eine besondere Mischung aus Wehmut und Schmerz, aus Trauer und Heiterkeit, die Hugo von Hofmannsthal in seinem Libretto lieferte und die Richard Strauss in berückend schöner Weise Musik werden ließ.

Eintrittskarten für das Konzert im Milchwerk Radolfzell sind in der SÜDKURIER-Geschäftsstelle Radolfzell sowie unter (0800) 999 1 777 erhältlich, außerdem bei der Südwestdeutschen Philharmonie (9 Uhr bis 12.30 Uhr) und bei der Tourist-Information am Hauptbahnhof, sowie bei der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH.

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