Pünktlich um 17 Uhr wurde gestern der Christkindlemarkt vom Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft, Helmut Schütz, eröffnet. Damit begannen insgesamt vier Tage vorweihnachtlicher Stimmung auf dem Radolfzeller Marktplatz. Neben einigen anderen kleinen Anpassungen ist der neue Christbaum auf der Mitte der Veranstaltungsfläche die augenscheinlichste Neuerung. Dafür hatte die Stadt Radolfzell eigens eine spezielle Halterung in den Untergrund des Marktplatzes einbauen lassen.

Generell hält die Aktionsgemeinschaft an ihrem erfolgreichen Konzept der wohl überlegten Händlerauswahl fest. „Klasse statt Masse“, lautet das Motto seit Jahren und wird von mit Besuchern weit über die Grenzen Radolfzells belohnt. Denn der Radolfzeller Christkindlemarkt gilt als einer der schönsten seiner Art in der Region. „Wenn nicht gar der Schönste überhaupt in der Region“, mutmaßte OB Martin Staab gestern bei der Eröffnung. Genau deshalb ist der Christkindlemarkt aus seiner Sicht die richtige Einstimmung in die besinnliche Weihnachtszeit: „Auch wenn das bei manchem für Stress sorgt, eigentlich sollte das die Zeit der Ruhe und des Nachdenkens sein“, sagte er.

Kurze Veranstaltungsdauer

Das besondere Flair des Radolfzeller Christkindlemarktes wird dadurch unterstützt, dass man konsequent eine kurze Veranstaltungsdauer veranschlagt. Mit vier Tagen gehört der Christkindlemarkt sicherlich zu den kürzeren Weihnachtsmärkten. Gleichwohl sorgt die Veranstaltung bei der Aktionsgemeinschaft für viel Aufwand und Arbeit: „Bei uns heißt es immer: Nach dem Christkindlemarkt ist vor dem Christkindlemarkt“, erklärte der Vorsitzende Helmut Schütz dazu. In der Tat kümmert sich ein Arbeitskreis aus Freiwilligen beinahe das gesamte Jahr über um den reibungslosen Ablauf. Dafür sorgen die vielfältigen Aufgaben, die die Veranstaltung mit sich bringt. Von der Auswahl geeigneter Händler bis hin zum Backen und Einpacken der Meringen für das Schneeflockenspiel stehen jedes Jahr zahlreiche Arbeiten an.

Dabei können sich die Verantwortlichen vor allem auf die Arbeit und Erfahrung eines Mannes verlassen. Bernhard Kirchner organisiert als einer der Aktionsgemeinschaft-Mitglieder seit 19 Jahren den Christkindlemarkt und ist dadurch praktisch unersetzbar. Das zeigte sich auch gestern einmal mehr. Nicht einmal den kleinen Luxus einer Pause gönnte sich Kirchner, als die Vertreter der Aktionsgemeinschaft, der Stadt und der Sponsoren bei der offiziellen Eröffnung zusammenkamen. Selbst während dieser kurzen Zeit verließ Bernhard Kirchner den Stand mit den Preisen des Schneeflockenspiels nicht, sondern gab die Gewinne an die glücklichen Loskäufer aus.

Eine der langjährigsten Veranstaltungen der Stadt

Neben der schönen Gewohnheit des Gewinnspiels finden die Besucher auch in diesem Jahr wieder die beliebten kunsthandwerklichen Stände, an denen es laut Helmut Schütz „nicht nur tolle Geschenke gibt, sondern auch vieles, was man am besten gleich für sich selbst behält“. Mit der nun 43. Ausführung des Radolfzeller Christkindlemarktes reiht sich das Ereignis in die Reihe der beliebtesten und langjährigsten Veranstaltungen der Stadt ein. Kein Wunder das auch der OB gestern den Wunsch äußerte, dass „das auch die nächsten 43 Jahre so weiter geht“.