Sonne satt, eine leichte Brise vom See, feine Musik am Konzertsegel und durchweg entspannte Gesichter: Am Sonntagnachmittag lauschten wieder viele dem beliebten Promenadenkonzert.

Auf Stühlen sitzend, auf der Wiese lagernd oder mal eben beim Spaziergang innehaltend – der Chor Canti Nova aus Böhringen lockte zum Verweilen. Gut gemischt war das kurzweilige Programm des 20-köpfigen Chores, der unter dem mitreißenden Dirigat von Alimat Rettig sein Bestes gab.

„Have a nice day“ wünschten sie musikalisch zu Beginn – und den schönen Tag hatten alle, die kurz oder ausdauernd den Stimmen lauschten. Gut gelaunt führte Joachim Schmidt durch das Programm. Er und Mitsänger Manfred waren die einzigen Männerstimmen, die vom Bass bis zum Tenor alle Lagen abdecken mussten. Sie imitierten Instrumente, lieferten den vokalen Schlagzeug- oder Klavierpart, dichteten dem „Liedchen“ nach dem Ringelnatz-Text gleich weitere Strophen hinzu, betätigten sich also als Allround-Talente im Chorgefüge. „Stand by me“ lieferte dann auch den ersehnten Solo-Part des Männer-Duos.

Die Damen in Sopran und Alt – übrigens mit gut gemischter Altersstruktur und erfreulich vielen jungen Stimmen – waren mit Freude bei der Sache. „Wir sind ein reiner Laienchor, viele von uns können keine Noten lesen“, gestand Moderator Joachim, „aber wir lernen durchs Singen“. Und tatsächlich war das Ergebnis bemerkenswert: Ob Musical-Songs, Pop-Klassiker, Folklore oder Volkslied – stilsicher sang Canti Nova und verlockte zum Mitschnipsen, Mitwippen und sogar zum leisen Mitsingen. Die ruhigeren Lieder wie „Gabrielas Song“ oder „Somebody loves me“ luden zum Träumen ein, während „We are marching“ im flotten Rhythmus zum Tanzen aufforderte.

Am Sonntag, 7. Juli, lädt der Chor ab 11 Uhr zu seinem Sommerfest in Böhringen ein: Hinter dem Rathaus wird die Böhringer Seniorenkapelle festzige Blasmusik spielen, die Chormitglieder laden derweil zu Kartoffelsalat und Grillwurst ein.