Radolfzell Verkaufsoffener Sonntag in Radolfzell gut besucht

Trotz Regen kamen zahlreiche Besucher zum verkaufsoffenen Sonntag in Radolfzell, der unter dem Motto „Tag des Rades“ stand. Die rund 90 geöffneten Geschäfte und die verschiedenen Unterhaltungsangebote sorgten für Einkaufsvergnügen.

Regen ist gemeinhin ein echter Stimmungsvernichter bei Freiluftveranstaltungen. Das mussten am 1. Mai zahlreiche Vereine und Veranstalter wieder leidvoll erfahren. Doch für diese Regel gibt es immer wieder Ausnahmen. Als eine kann der verkaufsoffene Sonntag in Radolfzell dienen. Beim gestrigen „Tag des Rades“ hatte das regnerische Wetter nämlich keinen nennenswert negativen Einfluss auf die Besucherzahl und die Frequenz in den rund 90 geöffneten Geschäften in der Stadt. Wie bei weit besseren Wetterbedingungen nutzten wieder mehrere tausend Menschen aus der Region den verkaufsoffenen Sonntag, um Unterhaltung und Einkaufsvergnügen miteinander zu mischen.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Peter Zinsmaier, Vorsitzender der veranstaltenden Aktionsgemeinschaft Radolfzell. „Bald können wir hier machen, was wir wollen, die Menschen kommen einfach in die Stadt“, sagte er auf Nachfrage des SÜDKURIER. Einen Unterschied konnte Zinsmaier gegenüber anderen Veranstaltungen dieser Art jedoch ausmachen. „Es sind weniger Gäste aus der weiteren Umgebung da“, stellte er angesichts der Autokennzeichen auf den Parkplätzen fest. Wichtiger für ihn und Mitglieder der Aktionsgemeinschaft sind ohnehin andere Parameter.

Die Kundenfrequenz und deren Einkaufslaune sind die eigentlich wichtigen Aspekte eines verkaufsoffenen Sonntags. Zumindest der erste Eindruck konnte gestern dazu führen, dass man mit den Kundenzahlen zufrieden sein konnte. Aber auch der Informations- und Unterhaltungsaspekt kam gestern nicht zu kurz. An zahlreichen Ständen informierten Vereine, Organisationen und Unternehmen über ihre Angebote und Produkte. Auf dem Marktplatz fand sich sogar eine große E-Bike-Messe, bei der namhafte Hersteller ihre neuesten Produkte des Jahres vorstellten und zum Ausprobieren bereitstellten.

Ebenfalls eine runde Sache war die Trail-Show von Spezialist und Könner Max Schrom. Der 27-jährige Weltrekordhalter und Deutsche Meister vollführte auf dem Seetorplatz einmalige Kunststücke mit dem Trail- und Rennrad. Sprünge auf gestapelte Europaletten begeisterten die Zuschauer ebenso wie waghalsige Akrobatik auf dem Rad um seine Begleiterin. Ein echter Hingucker am Tag des Rades ist zudem jedes Mal die Seestraßengalerie, die ein fester Bestandteil dieser Veranstaltung ist. Seit 17 Jahren (siehe Infokasten) wird die laut Oberbürgermeister Martin Staab „erste und einzige Freiluftgalerie Deutschlands“ am Tag des Rades offiziell eröffnet. Beide sind dazu angetan, mehr Besucher nach Radolfzell zu locken. Der Erfolg jedenfalls gibt den Organisatoren Recht bei dieser Annahme. Davon profitieren allerdings weit mehr als jene, die aktiv an der Organisation beteiligt sind. Der Tag des Rades ist dazu geeignet, die Stadt über die Grenzen hinaus als einen lebendigen Ort darzustellen, an dem es weit mehr als den wunderschönen See zu sehen gibt. Und das Schönste: Das Rad dreht sich auch bei Regen.

 

Tag des Rades

Seit nunmehr 17 Jahren stellt die Aktionsgemeinschaft Radolfzell den zweiten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr unter das Motto „Tag des Rades“. Ebenfalls seit dieser Zeit findet am gleichen Tag die offizielle Eröffnung der Seestraßengalerie statt. Dabei handelt es sich nach Angabe des Oberbürgermeisters Martin Staab um die erste und einzige Freiluftgalerie dieser Art in Deutschland. Die Seestraßengalerie bleibt bis Oktober. (ja)

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