Für 20 Jahre Tätigkeit als Zustellerin des SÜDKURIER in Stahringen wurde Ursula Bischoff aus Stahringen mit einem großen Blumenstrauß und einem Geschenk geehrt. Insgesamt, jedoch mit Unterbrechung, hat sie stolze 38 Jahre ihres Lebens dieser Tätigkeit gewidmet. Heute, mit 72 Jahren, ist sie immer noch motiviert und sieht es als schöne Gelegenheit an, aus dem Haus zu kommen. "Das frühe Aufstehen hat mir noch nie etwas ausgemacht", erzählt sie.

Regionalleiterin Rita Watz betonte: "Das Zustellen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Man muss sich konzentieren und eine gute Orientierung haben, außerdem hält es fit, man bekommt Bewegung und frische Luft." Das findet auch Ursula Bischoff. An ein positives Ereignis erinnert sie sich aus ihren 20 Jahren in Stahringen gerne. "Einmal waren Kollegen aus dem Musikverein bei uns, als ich los musste, um die Zeitung auszutragen. Weil wir gerade in einer lustigen Runde waren, haben sie mich begleitet. Ich habe dann immer gesagt, wohin sie die Zeitung bringen müssen."

Bereits 1979 ging es in Stockach los

Angefangen habe alles 1979 in Stockach, wo ihr Mann im selben Musikverein Mitglied war wie der Geschäftsstellenleiter des SÜDKURIER. Er habe sie gefragt, ob sie eine Vertretung übernehmen wolle. Sie habe angenommen, allerdings wurde daraus eine feste Stelle. 9,5 Jahre lang war sie für einen Stockacher Bezirk zuständig, bevor sie mit ihrer Familie nach Stahringen zog und dort übergangslos weitermachte.

Nach einer beruflich bedingten Unterbrechung ist sie lückenlos seit dem 1. September 1998 wieder Zustellerin in Stahringen. Ursula Bischoff will so lange weitermachen, bis "jemand anderes entscheidet, dass ich aufhören muss", wie sie es ausdrückt. Irgendwann wird auch Ursula Bischoff ihre Tätigkeit abgeben müssen. An Nachwuchs fehlt es allerdings: "Die jungen Leute wollen lieber putzen gehen als die Zeitung auszutragen", sagt Rita Watz. Verstehen könne sie das nicht, denn sie schätzt die Menschen, die fast täglich nachts aus den Federn steigen, um den SÜDKURIER zu den Lesern zu bringen.