Als der Megathlon vor 14 Jahren von Lothar Weisser ins Leben gerufen wurde, stand vor allem der Breitensport im Zentrum der Überlegungen. Dem Organisator war es wichtig, dass beim Megathlon in Radolfzell neben engagierten Hobbysportlern auch deutlich weniger trainierte Teilnehmer in einem professionellen Umfeld einen Wettbewerb absolvieren können. Mittlerweile hat sich das Bild ein wenig gewandelt. Auch wenn viele Teilnehmer aus den Anfangsjahren immer noch dabei sind, hat sich der Trainingszustand zunehmend verbessert.

Applaus von den Zuschauern auf der Promenade: Die Läufer des Megathlons wurden von den Besuchern wohlwollend empfangen.
Applaus von den Zuschauern auf der Promenade: Die Läufer des Megathlons wurden von den Besuchern wohlwollend empfangen. | Bild: Jarausch, Gerald

Das bestätigte auch Wolfgang Werner vom SÜDKURIER-Leserteam: "Ich bin praktisch schon von Anfang an dabei und habe den Eindruck, dass die Veranstaltung zunehmend professioneller wird", sagte der Schwimmer. Zusammen mit den besten Teilnehmern aus den vergangenen fünf Leserteam-Jahren ging er dieses Mal auf den Kurs. Dabei schlug sich das Team beachtlich. Im Gesamtklassement kamen die fünf Männer auf den 13. Platz. Beachtlich, denn in Radolfzell gehen jedes Jahr gestandene Könner und Ex-Profis an den Start.

Das SÜDKURIER-Team schlug sich beim Megathlon in diesem Jahr beachtlich.
Das SÜDKURIER-Team schlug sich beim Megathlon in diesem Jahr beachtlich. | Bild: Jarausch, Gerald
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1414 Teilnehmer sind weniger als erwartet

Insgesamt nahmen in diesem Jahr etwas weniger Sportler am Megathlon teil: 100 Einzelstarter, 37 Paare und 248 Teams entsprechen etwa einer Gesamtzahl von 1414 Teilnehmern. Zum Anmeldebeginn im Dezember hatten die Veranstalter noch auf bis zu 2000 Sportler gehofft. Am guten Ergebnis hat das nichts ändern können. Denn das Siegerteam von "Happy Fit Singen" konnte die eigene Vorjahresbestleistung noch einmal um rund 1,5 Minuten verbessern. Sie kamen nach dem Schwimmen, Rennradfahren, Mountainbiken, Inlinen und Laufen in 3,42 Stunden gemeinsam über die Ziellinie im Radolfzeller Herzenbad.

Die Schnellsten laufen ins Ziel ein: Das Team "Happy Fit Singen" kam in einer neuen Bestzeit nach 3,42 Stunden an.
Die Schnellsten laufen ins Ziel ein: Das Team "Happy Fit Singen" kam in einer neuen Bestzeit nach 3,42 Stunden an. | Bild: Jarausch, Gerald
Warten auf den Startschuss: Beim Megathlon gingen gestern rund 400 Schwimmer an den Start.
Warten auf den Startschuss: Beim Megathlon gingen rund 400 Schwimmer an den Start. | Bild: Jarausch, Gerald

Zum wiederholten Mal war der Ex-Profiradsportler Kai Hundertmark dabei. Hundertmark, der einst mit Jan Ullrich bei der Tour de France in die Pedale trat, war zum achten Mal in Radolfzell, was er ganz einfach begründen konnte: "Es ist einfach schön hier. Ich komme gerne immer wieder." Einen ähnlichen Eindruck äußert der Sieger bei Einzelstartern, Thomas Rusch aus Appenzell: "Ich habe mehrfach Gutes über den Megathlon gehört. Deshalb wollte ich hier einmal selbst an den Start gehen", erklärte er direkt nach dem Einlauf ins Ziel.

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Megathlon punktet bei Sportlern mit Ambiente

Vor allem das entspannte Ambiente der Veranstaltung hatte es Rusch angetan: "Hier geht es familiär und unkompliziert zu", sagte er. Das liegt nicht zuletzt an der Organisation (siehe Infokasten). Die Sauser Event GmbH veranstaltet den Megathlon seit 2010 und hat dementsprechend viel Erfahrung gesammelt. Für Rik Sauser, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens, lief der Megathlon in diesem Jahr sehr ruhig ab: "Wir haben bisher keine Unfälle und schwere Verletzungen", bilanzierte er nach den unfallträchtigen Disziplinen Rennrad und Inliner. Der Eventveranstalter war selbst mit rund 50 Helfern vor Ort.

Rund 550 Kilogramm Melonen wurden am Sonntag von Sportlern vertilgt.
Rund 550 Kilogramm Melonen wurden am Sonntag von Sportlern vertilgt. | Bild: Jarausch, Gerald

Vereine und Organisationen packen tatkräftig mit an

Bei den Streckenabsperrungen wurden die Veranstalter von verschiedenen Vereinen und Organisationen unterstützt. So regelten Mitglieder des SV Markelfingen, des FC Radolfzell, des TV Gaienhofen sowie der Feuerwehren von Öhningen und Schienen als auch des THW Tuttlingen den Verkehr. An rund 350 Punkten sorgten sie für die Sicherheit der Sportler. Die Versorgung im Festzelt erledigten wieder etwa 120 Mitglieder des SC Bankholzen-Moos. Mit Unterbrechungen haben sie von Anfang an diese Aufgabe übernommen.

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