Das Hochwasser im Juni des vergangenen Jahres hat jetzt auf der Mettnau eine Sanierungsmaßnahme notwendig gemacht. Im Bereich südlich der alten Konzertmuschel und im benachbarten Seebad finden aktuell Ausbesserungsarbeiten am Ufer statt. Wolfgang Keller, Leiter der Abteilung Landschaft und Gewässer bei der Stadt Radolfzell, berichtet: „Wir hatten dort Schäden durch das Hochwasser und den Wellenschlag.“ Das sei eine ganz normale Folge, die ab einem gewissen Wasserstand eintreten würde.

Abbruchkante muss weg

Der Uferbereich wurde erst vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium in Freiburg renaturiert. Dabei wurden die alten Ufermauern beseitigt, um eine naturbelassenere Uferzone zu erhalten. Mit den aktuellen Sanierungsmaßnahmen ist eine Fachfirma beauftragt. Sie hat mehrere Aufgaben. So wird der Uferbereich teilweise mit neuem Material angefüllt, um eine Abbruchkante, die durch das Hochwasser entstanden war, verschwinden zu lassen.

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Damit das Füllmaterial, das sich aus verschiedenen Körnungen zusammensetzt und aus heimischen Abbau stammt, nicht wieder weggeschwemmt wird, wird es an einigen Stellen mit Weidensteckhölzern gesichert. „Da entstehen bis zum nächsten Hochwasser hoffentlich wieder Grünflächen“, sagt Wolfgang Keller. Im Seebad sind sogar Teile der neu geschaffenen Sitzmauer von dem Hochwasser unterspült worden. Auch sie wird wieder ausgebessert. Das Seebad ist und bleibt wegen der Corona-Krise ohnehin bis auf Weiteres geschlossen.

Noch sind die Bäder geschlossen

Die Kosten für die Ufersanierung sind mit 41 000 Euro kalkuliert. Nach Auskunft der Stadt werden das Regierungspräsidium und die Stadt Radolfzell die Kosten teilen. Mit einem Abschluss der Arbeiten wird zu den Osterferien gerechnet. Wann die Radolfzeller Bäder und öffentlichen Flächen im Laufe des Jahres wieder genutzt werden können, hängt nun von der Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen ab. Der reguläre Betrieb in den Freibädern ist bis jetzt noch für den 1. Mai angekündigt.