Bei der Juniorwahl im Friedrich-Hecker-Gymnasium gab es einen klaren Wahlsieger. Auf Bündnis 90/Die Grünen entfielen 46,2 Prozent der abgegebenen 171 Stimmen. Auf den zweiten Platz kam die FDP mit 17,04 Prozent, gefolgt von CDU mit 9,35 Prozent und SPD mit 7,6 Prozent. „Die Partei“ kam auf erstaunliche 5,26 Prozent, Die Linke erhielt 2,9 Prozent und die AfD bekam eine Stimme.

Leistungskurs Gemeinschaftskunde organisiert

Die Schüler des Leistungskurses Gemeinschaftskunde hatten sich eingehend mit der Juniorwahl zur Europawahl beschäftigt. Das Hecker-Gymnasium ist damit eine von 2760 an dieser Testwahl teilnehmenden Schulen. Dem Leistungskurs standen Unterlagen des Bundesministeriums für Familie zur Verfügung. Anschließend haben sie etwa 200 Schüler, von der zehnten Klasse bis zur zweiten Kursstufe, über die Wahl am Gymnasium informiert, Stimmzettel verteilt und die Wahl durchgeführt.

Der Trend in die Zukunft

Für Lehrerin Angela Wolf-Lenz ist die selbstständige Beschäftigung der Schüler mit der Wahl ein bewährtes Konzept: „Erfahrungsgemäß lernt man am besten, wie eine Wahl funktioniert, wenn man sie selbst organisiert.“ Darüber hinaus hält sie die Juniorwahlen am FHG für aussagekräftig in Hinsicht auf Wahltrends kommender Jahre. In der Vergangenheit hätten sich die Wahlergebnisse der Gymnasiasten landes- und bundesweit tatsächlich ähnlich entwickelt. In diesem Jahr lag die Wahlbeteiligung im FHG bei 70 Prozent, informiert der Schüler Nelson Kleinhaus. Die fehlenden 30 Prozent sieht er in Krankheit begründet und darin, dass nicht mehr alle Abiturienten den Unterricht besuchten, der nach den Prüfungen freiwillig ist. Unentschlossene konnten sich an Plakaten vor dem Klassenzimmer, in dem gewählt wurde, noch über die Wahlprogramme der 40 Parteien informieren.

„Zeichen für den Frieden“

Die Wahlbeteiligung junger Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren an der Europawahl sei nicht sehr hoch, erklärt die Schülerin Larissa Scheurer. Die Schüler des Neigungskurses werten die Wahl allerdings als wichtig, Lara-Maria Streit urteilt: „Bei der Europawahl können Zeichen für den Frieden zwischen den Ländern gesetzt werden. Und man kann sich gegen den Rechtspopulismus wehren.“