Es sind Menschen wie Wilfried „Willi“ Neininger, die die fast 100-jährige Geschichte des Stahringer Turn- und Sportvereins (TSV) nicht nur jahrzehntelang geprägt haben, sondern auch die Werte des Vereins perfekt symbolisieren – unermüdliches ehrenamtliches Engagement und einen ausgeprägten Sinn für Gemeinsamkeit.

So fiel es Stefanie Klepser, der stellvertretenden Vorsitzenden des TSV, auch schwer, Willi Neininger in der Hauptversammlung nach 30-jährigem ehrenamtlichem Engagement als Übungsleiter zu verabschieden. „Wir verlieren einen Übungsleiter, den wir so nicht ersetzen können“, erklärte Klepser in ihrer Laudatio. Schließlich sei Neininger nicht nur als Übungsleiter, sondern auch als Mensch unersetzlich und werde mit seinem Verein auch weiterhin eng verbunden bleiben. Sein jahrzehntelanges Engagement begann Willi Neininger als Schriftführer, bevor er 1997 eine Fitnessgruppe ins Leben rief. Heute sind in der bunt gemischten Fitnessgruppe 35 Sportlerinnen und Sportler aktiv, einzig die Neubesetzung des Übungsleiters ist noch offen.

Anerkennung für ehrenamtliche Leistungen

„Ein echtes TSV-Urgestein“, „war immer dabei“, „große Hingabe für den TSV“ oder „nichts ist unmöglich“ – auch die Würdigungen für alle anderen Geehrten stehen symbolisch für den familiären und gemeinschaftlichen Charakter des TSV. Denise Drexler und Stefanie Klepser ehrten Cordula Stoll und Steffen Rebholz für ihr fünfjähriges ehrenamtliches Engagement, Holger Kehrer für zehn Jahre sowie Olav Kromrey, Sabrina Honsell und Gerold Eydner für jeweils 15 Jahre.

Denise Drexler und Katrin Weprich berichteten stellvertretend für alle Übungsleiter nicht nur von den sportlichen Höhepunkten der Abteilung Turnen/Leichtathletik, sondern auch von geselligen Anlässen wie den gemeinsamen Wanderungen oder Ausflügen. Für die Abteilung Fußball stand das vergangene Vereinsjahr ganz im Zeichen des 50. Jubiläums, einem laut Abteilungsleiter Raimund Sälinger „tollen und berauschenden Fest“. Über die Jugendmannschaften berichtete Sabrina Honsell in ihrer Funktion als Jugendleiterin. Oberstes Ziel sei es, Jugendlichen aller Altersklassen Fußball zu ermöglichen, auch wenn dies mittlerweile durchweg in Spielgemeinschaften mit den Nachbarorten geschehe.

Mitgliedsbeitrag steigt auf 60 Euro

Fast der gesamte Vorstand konnte bei den Wahlen im Sekundentakt wiedergewählt werden. Lediglich die Ämter des Kassierers und des zweiten Jugendleiters in der Abteilung Fußball mussten neu besetzt werden. Als Kassierer wurde Erich Frey ebenso einstimmig gewählt wie Niclas Kromrey als zweiter Jugendleiter.

Eine weitere Entscheidung „für das Weiterblühen des Vereins“ stand mit der Abstimmung zur Erhöhung des Mitgliedbeitrags an. Um das breite und qualitativ hochwertige Sport- und Freizeitprogramm weiter anbieten zu können, schlug die Vereinsführung eine Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrags von 50 auf 60 Euro vor. Dies sei vor allem notwendig, um lizenzierten Übungsleitern eine Aufwandsentschädigung bieten zu können. Der Vorschlag wurde bei einer Gegenstimme mit großer Zustimmung angenommen, vor allem angesichts der Tatsache, dass der Verein auch mit erhöhtem Mitgliedsbeitrag vergleichsweise günstig ist.

Das Dorf wird ins Vereinsjubiläum einbezogen

„Unser TSV ist einer der großen sozialen Pfeiler bei uns im Dorf und trägt unser Dorfleben mit“, erklärte Ortsvorsteher Jürgen Aichelmann. Das neue Vereinsjahr wird ganz im Zeichen der Vorbereitungen für das 100. Vereinsjubiläum im kommenden Jahr stehen. Genauso wie das Vereinsleben selbst, wird auch die 100-Jahr-Feier das ganze Dorf mit einbeziehen.