Radolfzell Stadtkapelle will für klangvolle 750-Jahr-Feier Radolfzells sorgen

Die 750-Jahr-Feier Radolfzells wird in diesem Jahr die Stadtkapelle mächtig in Atem halten: Es sind viele anspruchsvolle Auftritte geplant. Für Wettbewerbe bleibt dem Ensemble deshalb in diesem Jahr keine Zeit.

Dass sich Radolfzell immer stärker als Musikstadt positionieren kann, daran hat die Stadtkapelle als sogenanntes Höchststufen-Orchester mit nationalen und internationalen Erfolgen, aber auch mit ihren zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen in der Stadt maßgeblich Anteil. "Wir sind stolz auf Sie alle", überbrachte Bürgermeisterin Monika Laule bei der Jahresversammlung des Orchesters spürbar von Herzen kommend den Dank von Gemeinderat und Verwaltung und sagte weiterhin Unterstützung zu. Sie freue sich, dass sich die Tradition der Musikstadt in einem hochkarätigen, tollen Programm beim Stadtjubiläum widerspiegle und die Stadtkapelle auch hier Radolfzell glänzen lasse.

Wie intensiv sich die Stadtkapelle am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt beteiligt, zeigt sich in 80 Präsenztagen für die Orchestermitglieder inklusive Proben, angefangen von der Umrahmung kirchlicher Feierlichkeiten über musikalische Umrahmungen bei verschiedenen Anlässen wie auch dem Volkstrauertag bis hin zum Frühjahrskonzert, zum großen Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz, dem Festkonzert zur Seemaxx-Erweiterung und dem Advents-Benefizkonzert in der St. Meinradskirche. "Dabei sind die meisten dieser Auftritte keineswegs standardisiert, sondern haben jedes Jahr ein anderes musikalisches Gesicht", macht Dirigent Kuno Rauch den Anspruch des Orchesters deutlich. Auch 2017 werde man an keinem Wettbewerb spielen, dafür an unzähligen Veranstaltungen der 750-Jahr-Feier Radolfzelles beteiligt sein. Das Frühjahrskonzert am 9. April, das Seefestival vom 2. bis 5. Juni und das DoxCity- Maskentheater vom 8.

bis 10. Juli würden die ganze Energie benötigen, bevor dann wieder das Hausherrenfest mit Musik- und Bewirtungsmarathon ansteht. Zwei Probenwochenenden sind angesetzt, um die vielfältigen musikalischen Herausforderungenund das spezielle Programm zur Vorstellung der Stadtchronik am 19. März zu meistern. Das traditionelle Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz fällt in diesem Jahr aus.

Als organisatorischer Kraftakt erwies sich die Ausstattung des Orchesters mit neuen Uniformen pünktlich zum Neujahrsempfang als Auftakt zum Stadtjubiläum. Nach einer Ausschreibung bei Uniformherstellern und Designern entschied man sich, die Alt-Uniform farblich beizubehalten und mit edlem Stoff zu modernisieren. Für Galakonzerte und Wettbewerbe wurde ein zweites neues Outfit als "Konzertuniform" angefertigt. Das Projekt, so der Vorsitzende Thomas Späth, sei nur mit finanzieller Unterstützung der Stadt, der Werner- und Erika-Messmer-Stiftung und der Sparkassen-Stiftung zu verwirklichen gewesen. Um die Förderfähigkeit sicherzustellen, musste die Stadtkapelle ein eingetragener Verein werden. Dies hatte zur Folge, dass die seit mehr als 20 jahren bestehende Kooperationsvereinbarung mit der Stadt angepasst werden musste, um Probenmöglichkeiten, Instrumenten- und Notennutzung der Musikschule sowie das Dirigat sicherzustellen. Auch die Verpflichtungen an weltlichen und kirchlichen Feiern sind in dieser Vereinbarung definiert, die von der Stadt ausdrücklich dahingehend ausgelegt ist, der Kapelle eine solide Basis zu bieten, um national und international in Konzerten und Wettbewerben hochwertige konzertante Blasmusik ausüben zu können.

Besonderen Einsatz, der die Musiker und ihre Helfer alljährlich an die Grenzen bringt, verlangt das Hausherrenfest mit viertägigem Wirtschaftseinsatz am See und zahlreichen musikalischen Verpflichtungen. 2016 gab es einen neuen Umsatzrekord. Ein besonderer Dank von Thomas Späth ging an Festwirt Roland Schuhwerk, der seit 28 Jahren eine Woche Urlaub opfert und organisatorisch alles bestens im Griff hat. Dennoch müssee man sich Gedanken machen, wie die Organisation und derArbeitsaufwand vereinfacht werden können, so Schuhwerk.

Schnell über die Bühne gingen die Neuwahlen, was einmal mehr das gute Miteinander unterstrich. Der Vorsitzende Thomas Späth, Festwirt Roland Schuhwerk, Beisitzer Chris Baar und Kassenprüfer Martin Wistuba wurden einstimmig wiedergewählt. Die Aufgaben der nach 25-jährigem Engagement den Vorstand verlassenden Notenwartin Carmen Henkel übernimmt Beisitzer Gabriel Deufel. Christine Semrau als 2. Kassier wurde von Christoph Honsell abgelöst und Marc Baumgartner als Schriftführer von Tobias Haas.

Beste Probenbesucher

Als beste Probenbesucher (95 Prozent Anwesenheit) wurden Silke Hilbrecht und Elisabeth Rauch Hurt ausgezeichnet, gefolgt von Christine Semrau und Johannes Monser (je 90 Prozent). Die weiteren Plätze belegten Lisa Tägtmeier, Thomas Späth, Martin Wistuba, Carmen Henkel, Thomas Kauter, Robert Schad und Malte Semrau.

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