Der Weg ins Strandbad hinaus auf die Mettnau bietet auch im Jahr 2018 etwas Neues: Die kleinen Felsbrocken auf der rechten Seite Richtung Strandbad haben die technischen Betriebe der Stadt Radolfzell wieder abtransportiert, jetzt liegen fast kerzengerade Holzstämme als feste Begrenzung des Radwegs auf der rechten Seite in Richtung Strandbad.

Zwischen den Pappeln klaffen auf dieser Seite nun Lücken. Dort wo einst die Steinbrocken lagen, hat das Gras das freie Feld noch nicht zurückerobert. Die Steine habe man auf einer Seite entfernt, "um wieder mehr Platz für den Ausweichverkehr in der Strandbadstraße zu schaffen", wie Nicole Stadach als Pressesprecherin der Stadtverwaltung mitteilt. Dies war einer der Kritikpunkte, nachdem die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr mit dem Legen der Steine das wilde Parken vor dem Strandbad unterbinden wollte.

Wenn es jetzt wieder freie Flächen zwischen Pappeln gibt, heißt das aber nicht, dass an diesen Stellen zwischen den Bäumen geparkt werden darf: "Dort gilt nach wie vor ein Halteverbot", klärt Nicole Stadach auf. Das Halteverbot-Zeichen ist auch auf die Straße gemalt, damit es eigentlich kein Autofahrer übersehen kann.

Kurzentschlossene Autofahrer, die an besonders heißen Wochenenden keinen freien Parkplatz mehr vor dem Strandbad fanden, sind an solchen Tagen über den Radweg in die Wiese des Mettnauparks gefahren, um dort ihr Auto abzustellen. War natürlich verboten, ist noch verboten und soll jetzt durch die niedergelegten Baumstämme bereits im Ansatz gestoppt werden. Oder, wie uns Pressesprecherin Nicole Stadach schreibt: "Um zu verhindern, dass Fahrzeuge in den Mettnaupark fahren, war jedoch weiterhin eine Abgrenzung zu den Grünflächen notwendig." Statt für Steine hat sich die Stadtverwaltung in diesem Fall für Holzstämme als Hindernis entschieden.

Auf der anderen, nördlichen Seite der Strandbadstraße liegen die Findlinge noch auf den Rasenstreifen zwischen den Pappeln als wehrhafte Symbole gegen unzulässige Parkabsichten. Sie sollen auch den Radweg auf dieser Seite freihalten. OB Martin Staab verteidigte vergangenes Jahr das Legen der Steine: "Keiner hat mit den Falschparkern ein Problem, bis es einen Notfall gibt und der Krankenwagen nicht rechtzeitig durchkommt. Wer soll dafür die Verantwortung übernehmen?"

Badverkehr

  • Parkplätze vor dem Strandbad: Die Stadverwaltung Radolfzell hat durch das Aufbringen von Markierungen im vergangenen Jahr die Anzahl der legalen Stellplätze vor dem Strandbad von 181 auf 229 erhöht.
  • Mit dem Bus zum Strandbad: Zum regulären Betrieb durch die Linie fünf wird ab dem 2. Juni das Mettnau-Shuttle an Wochenenden immer ab 10.10 Uhr eingesetzt. In den Sommerferien wollen die Stadtwerke das Shuttle auch werktags fahren lassen.
  • Mit dem Rad ins Bad: Noch in diesem Jahr soll ein durchgehender Radweg die Strandbadstraße zieren und mit dem Bau des fehlenden Stücks zwischen Kunstrasenplatz und Mettnaustadion begonnen werden.