Nach mehrmonatiger Arbeit wurde kürzlich der Storchennest-Spielplatz im Radolfzeller Ortsteil Böhringen eröffnet. Der öffentliche Spielplatz in unmittelbarer Nähe zum städtischen Kindergarten in der Freiherr vom Stein-Straße bietet auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder unterschiedlichen Alters. Das Besondere an der Anlage ist die Tatsache, dass erstmals die Bürger der unmittelbaren Umgebung in den Prozess mit eingebunden wurden. "Durch die Bürgerbeteiligung haben wird die gebündelte Kompetenz der Eltern, Kinder und Planer genutzt", erklärte Oberbürgermeister Martin Staab während der offiziellen Eröffnung. Außerdem konnten so die Wünsche und Anregungen der späteren Nutzer optimal in die Planung einfließen.

Henryk Haberl (links) von der Abteilung Landschaft und Gewässer der Stadt Radolfzell erläutert bei der Eröffnung des neuen Spielplatzes das Konzept. Rechts im Bild Oberbürgermeister Martin Staab.
Henryk Haberl (links) von der Abteilung Landschaft und Gewässer der Stadt Radolfzell erläutert bei der Eröffnung des neuen Spielplatzes das Konzept. Rechts im Bild Oberbürgermeister Martin Staab. | Bild: Jarausch, Gerald

Einer der Wünsche war zum Beispiel "die Verwendung von organischen Nadelholzelementen", wie Henryk Haberl von der Abteilung Landschaft und Gewässer der Stadt Radolfzell ausführte. Neben klassischen Spielgeräten wie einem Klettergerüst und einer Schaukel wurden spezielle Elemente für die ganz jungen Nutzer auf dem Spielplatz installiert. Über dem sogenannten U3-Bereich, der eine kleine Rutsche und eine Sandelfläche beinhaltet, wurde zudem ein Sonnenschutz installiert. Ergänzt wurde das Angebot außerdem noch um ein kleines Trampolin und einen befestigten Rundkurs, auf dem Kinder etwa mit dem Rad fahren können.

Die Beteiligung der Familien ging über die Planung hinaus. Zahlreiche Eltern haben sich auch bei der Umsetzung beteiligt. So halfen sie zum Beispiel bei einer Pflanzaktion im Mai, als rund 150 Sträucher auf dem Areal eingesetzt wurden. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit mussten die Pflanzen in den vergangenen Wochen auch gewässert werden. Der Spielplatz wurde laut den Planern strategisch ausgerichtet. Er verbindet die alten Wohngebiete Böhringens mit dem Neubaugebiet Hübschäcker, das in den kommenden Jahren noch wachsen wird. Schon heute leben dort rund 60 bis 80 Kinder.