Mit 1200 Besuchern an 21 Abenden hat die Adventsfenster-Aktion in Böhringen eine neue Dimension erreicht, die sich auch im Spendenergebnis für die gute Sache widerspiegelt. „Die Idee in 2012 war, dass sich die Bürger im Advent sich zu einem allabendlichen Treffpunkt zusammenfinden, die Dorfgemeinschaft pflegen und sich kennenlernen. Dass dies ein solch großer Erfolg wird, das hat keiner erwartet“, sagt Joachim Boos, Sprecher des vierköpfigen Adventsfenster-Teams der Böhringer Künstler bei der Spendenübergabe im Atelier von Victoria Graf, Initiatorin der Aktion.

Die Spendensau wird aufgestellt

Waren es im ersten Jahr noch viele Künstler, die die Fenster gestalteten und zur Enthüllung luden, sind es zwischenzeitlich Bürger, Geschäftsleute, Vereine, Hausgemeinschaften und die Kirchen, die diese Aktion tragen, bei der immer die bunte Spendensau für den guten Zweck aufgestellt wird. „Jeder weiß inzwischen, dass es nicht um einen Schönheitswettbewerb geht, sondern um Gemeinschaft und die gute Sache“, so Mitorganisator Werner Schönmetzler. „Die Fenstergestalter, die immer auch kostenlos Getränke ausschenken und gratis Plätzchen und Stollen anbieten, das sind übrigens die größten Spender“, macht Joachim Boos verbunden mit einem großen Dank an alle Beiteiligten deutlich.

Die Jugend soll profitieren

Mit Spenden in unterschiedlicher Höhe bedacht wurden: die Freizeitgruppe Lebensfreude für Ausflüge und Notlagen älterer Mitbürger, die evangelische Kirchenjugend für ihre Sommerfreizeit, der Jakobushof für den Unterhalt eines Frauen-Notzimmers, der Hummelsummer-Kinderchor für zwei Musical-Projekte, der städtische Kindergarten für Fußballtore und Basketballkörbe sowie die Jugendhütte für Neuanschaffungen im Außenbereich.

Das Parkbank-Projekt

Eine Spende soll in diesem Jahr allen Bürgern zugutekommen: das Adventsfenster-Team hat auf Anregung ein Parkbank-Projekt ins Leben gerufen. In Böhringen fehlten an vielen Spazierwegen Sitzgelegenheiten, sagt Werner Schönmetzler. Möglichst auf dem Weg zum Böhringer See wolle man nun mit einer ersten Bank Abhilfe schaffen.