Wie die Ratoldus-Gemeinschaftschule von Innen aussieht und wie Lehrer dort das Wissen vermitteln, das haben Besucher jüngst selbst in Erfahrung gebracht. Der Tag der offenen Tür machte es vor allem Eltern von künftigen Schülern leichter, sich ein Bild von den Möglichkeiten vor Ort zu machen.

Das Angebot wurde rege in Anspruch genommen. Schüler, Lehrer und die Schulleitung hatten für den Tag zahlreiche Angebote vorbereitet, die den Besuch in der Gemeinschaftsschule zu einem kurzweiligen Erlebnis machten. Praktisch alle Klassen- und Fachräume waren frei zugänglich und in jedem zeigten Schüler, wie sie lernen und was sie bereits beherrschen.

Und das war eindrucksvoll: In den Chemiefachräumen zeigten Schüler der sechsten Klassen, wie sich Farben einer Flamme verändern, wenn sie in Berührung mit verschiedenen Salzen kommen. Ganz mutige Besucher konnten sich an anderer Stelle aus dem zweiten Stock des Schulgebäudes abseilen. Solche Aktionen sind durch die Kooperationspartner der Gemeinschaftsschule möglich.

Bald sind alle Klassenstufen vollzählig

Die Eltern interessierten sich vor allem für die neuen Lehrmedien. Moderne, elektronische Tafeln und der Einsatz von iPads im Unterricht genossen besondere Aufmerksamkeit. Nach Jahren des Aufbaus nähert sich die Ratoldus-Gemeinschaftsschule jetzt dem Vollbetrieb. Im kommenden Jahr werden alle Klassenstufen bis zur zehnten Klasse vollzählig sein. „Dann sind wir aber auch schon an der Kapazitätsgrenze„, sagte Schulleiterin Angelika Haarbach.

Generell ist die Gemeinschaftsschule eine leistungsorientierte Schule für Kinder mit unterschiedlichen Begabungen. Das Konzept sieht vor, dass es keine schulartspezifische Trennung nach der vierten Klasse gibt. Die Entscheidung über den angestrebten Schulabschluss wird später als an anderen Schulen getroffen. Es werden die Bildungsstandards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums vermittelt.